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Zuschüsse & Vergünstigungen für Autofahrer

///Zuschüsse & Vergünstigungen für Autofahrer
Zuschüsse & Vergünstigungen für Autofahrer2019-08-12T12:19:35+02:00
  • Behindertenparkplatz, Foto: Paul Brennan, Pixabay

Zuschüsse & Vergünstigungen für Autofahrerinnen und Autofahrer

Behindertenparkplatz, Foto: Paul Brennan, PixabayAlle hier erwähnten Zuschüsse und Vergünstigungen sind nur unter dem Nachweis einer Gehbehinderung möglich. Als amtlicher Nachweis dafür können Sie folgende Dokumente verwenden:

  • Behindertenpass mit Eintragung „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel“ ODER
  • Parkausweis für Gehbehinderte nach § 29b StVO

Bei den Förderungen und Vergünstigungen für Autofahrer und -fahrerinnen gibt es einerseits jene Förderungen, die auf einen beruflichen Kontext bzw. eine Ausbildung bezogen sind. Und andererseits gibt es Vergünstigungen, welche sich in Form von Steuerfreibeträgen äußern.

Berufstätige, Arbeitsplatzsuchende und Personen in Ausbildung:

Folgende Förderungen des Sozialministeriumservices sind nur für Personen zugänglich, die zum Zwecke der Berufsausübung, der Arbeitsplatzsuche oder einer Ausbildung ein eigenes Auto anschaffen müssen. Allgemeine Voraussetzung neben dem Nachweis der Gehbehinderung ist darüber hinaus der:

  • Feststellbescheid über die „Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigten Behinderten“ (ausgenommen sind Schüler ab 15 Jahren und Studenten)

Zuschuss zur Erlangung des Führerscheins

Bei der Erlangung des Führerscheins können unter den oben genannten Bedingungen bis zu 50% der Kosten vom Sozialministeriumservice gefördert werden.

Zuschuss zum Erwerb eines Autos

Hierbei sind gekaufte, geleaste und führerscheinfreie Fahrzeuge förderbar. Neben dem Nachweis der Gehbehinderung und der „Zugehörigkeit zum Personenkreis der begünstigten Behinderten“ sind hier auch Einkommensgrenzen zu berücksichtigen. Ebenso ist zu beachten, dass die Rechnung und die Zulassung des neu erworbenen Fahrzeuges auf die antragstellende Person ausgestellt werden muss. Dies ist auch Voraussetzung, wenn die antragstellende Person nicht selbst fährt bzw. fahren kann! Wenn kein eigener Führerschein vorliegt, so muss nachvollziehbar sein, dass das Auto überwiegend für die Person mit Gehbeeinträchtigung verwendet wird.

Nähere Infos zu den Zuschüssen und die aktuellen Förderhöhen finden Sie auf der Website der Sozialministeriumservice.
Antrag: Zuschuss KFZ-Anschaffung/Adaptierung

TIPP für Berufstätige: Unter der Rubrik „Mobilitätszuschuss finden Sie auch Informationen zur pauschalen Zuzahlung des Sozialministeriumservices für Mehrkosten im Zusammenhang mit einer Gehbehinderung und einer Berufstätigkeit.

Steuervergünstigungen

Monatlicher Freibetrag

Bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung können Sie mit einem Nachweis der Gehbehinderung einen monatlichen Steuerfreibetrag geltend machen, wenn Sie auf die Benützung eines eigenen Autos angewiesen sind. Hierbei geht es auch um private Fahrten und Ihre Mobilität im Alltag. Wenn Sie über kein eigenes KFZ verfügen, können Sie auch Ihre monatlichen Taxikosten geltend machen. (Hier bitte unbedingt die Rechnungen aufbewahren!)

Nähere Informationen zu den monatlichen Steuerfreibeträgen finden Sie hier. (PDF-Download).

Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer

Diese Vergünstigung bezieht sich auf die Haftpflichtversicherung fürs Auto. Hierbei können Sie sich auf Antrag bei Ihrem Versicherungsunternehmen von der sogenannten „motorbezogenen Versicherungssteuer“ (früher KFZ-Steuer) befreien lassen. Auch hier müssen Sie Ihre Gehbehinderung entweder durch Zusatzeintragung im Behindertenpass oder den Parkausweis nach § 29b StVO nachweisen. Darüber hinaus sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Zulassung des Autos ausschließlich auf die Person mit Gehbehinderung. Der Zulassungsbesitzer muss aber nicht auch der Versicherungsnehmer sein.
  • Übergabe einer Abgabenerklärung.

Die notwendigen Unterlagen und die Abgabenerklärung erhalten Sie bei Ihrer Versicherung, die Ihren Antrag dann an das zuständige Finanzamt weiterleitet.

Kostenlose Autobahnvignette

Wenn Sie einen Behindertenpass mit der Zusatzeintragung „Unzumutbarkeit der Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels“ besitzen, können Sie sich für Ihr Auto (Zulassung auf Ihren Namen!) eine kostenlose Autobahnvignette beim Sozialministeriumservice ausstellen lassen.

Der Antrag ist bei der zuständigen Landesstelle des Sozialministeriumservice zu stellen.

Nähere Informationen finden Sie auch hier. (PDF-Download)

TIPP: Wenn Sie bereits eine Mautvignette gekauft haben, können Sie unter den oben genannten Voraussetzungen eine Rückerstattung der Kosten beantragen. Das Antragsformular erhalten Sie beim Sozialministeriumservice. Der Antrag ist dann direkt an die Mautgesellschaft zu stellen:

ASFINAG MAUT SERVICE GMBH
Alpenstraße 99
5020 Salzburg
kostenlose Hotline: 00800 400 12 400
Antragsformular hier

Unzumutbarkeit der Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels

Das Steuerbuch 2019. Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung 2018 für Lohnsteuerzahler/innenIn folgenden Fällen ist Unzumutbarkeit der Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels gegeben:

  • Wenn zumindest für die Hälfte der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (oder auch Arbeitsstätte und Wohnung) kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht.
  • Wenn im Behindertenpass eine Eintragung über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel besteht oder ein Ausweis gemäß § 29b Straßenverkehrsordnung 1960 vorliegt (bzw. eine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer wegen Behinderung vorliegt).
  • Bei mehr als 120 Minuten Zeitdauer für die einfache Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
  • Beträgt die Zeitdauer für die einfache Wegstrecke zwischen 60 und 120 Minuten (Anmerkung: bis 60 Minuten ist die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels auf jeden Fall zumutbar), ist auf die entfernungsabhängige Höchstdauer abzustellen. Diese beträgt 60 Minuten zuzüglich einer Minute pro Kilometer der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, maximal jedoch 120 Minuten. Wird diese entfernungsabhängige Höchstdauer überschritten, ist die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln unzumutbar.

Beispiel
Die 25 km entfernt gelegene Arbeitsstätte lässt sich mit einem Regionalzug und einem Bus in 90 Minuten erreichen. Die entfernungsabhängige Höchstdauer beträgt 85 Minuten (60 Minuten zuzüglich 25 Minuten). Da die Zeitdauer für die Wegstrecke „Wohnung-Arbeitsstätte“ die entfernungsabhängige Höchstdauer übersteigt, ist die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht zumutbar und es steht ein großes Pendlerpauschale zu.