Aktuelle Studien für Menschen mit MS

Für wissenschaftliche Studien werden immer wieder teilnehmende Menschen mit Multipler Sklerose (MS) gesucht.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Personen mit Multipler Sklerose

Anna-Maria Maletzky verfasst an der Universität Wien unter der Betreuung von Dr. Reinhold Jagsch eine Masterarbeit über gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Multipler Sklerose.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Personen mit Multipler Sklerose

Die Psychologiestudentin verfolgt mit dieser Arbeit das Ziel, die Meinungen und Erfahrungen von Menschen mit MS zu erfassen. Das heißt, dass sie an der Sichtweise der tatsächlich Betroffenen interessiert ist. Im Zuge ihrer Arbeit befragt Maletzky Betroffene aus Österreich, Deutschland und der Schweiz mittels Online-Fragebogen, um ein Gesamtbild hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Lebensqualität für den gesamten DACH-Raum erstellen zu können.

>> zur Befragung: https://www.soscisurvey.de/hrqolms/

Auf Nachfrage erhalten teilnehmende Personen die Studienergebnisse. Die Anonymität ist zu jedem Zeitpunkt der Befragung gewährleistet.

Studie: Lichttherapie bei Fatigue und Tagesschläfrigkeit

Am Wiener AKH wird im Rahmen einer Studie Lichttherapie gegen Fatigue-Symptome bei Menschen mit Multipler Sklerose gestestet.

Lichttherapie: Tageslichtlampe neben geöffnetem Fenster, Credit: Unsplash

Der Zweck dieser klinischen Prüfung ist, herauszufinden ob gestörter Schlaf zu Fatigue und Tagesschläfrigkeit bei Menschen mit Multipler Sklerose führen kann. Außerdem soll erforscht werden, ob und inwiefern Lichttherapie die Fatigue und/oder Tagesschläfrigkeit verbessern kann. Somit soll eine neue Behandlungsmethode erforscht werden.

Was ist Lichttherapie?

Lichttherapie ist eine nicht invasive, nebenwirkungsarme Behandlung und befindet sich derzeit in Erprobung bei Fatigue und Tagesschläfrigkeit im Rahmen der Multiplen Sklerose. Lichttherapie wird gegenwärtig schon zur Behandlung der saisonalen Depression, dem verzögerten Schlafphasen-Syndrom, der Alzheimer-Demenz aber auch bei Jetlag oder Schichtarbeit eingesetzt.

Im Rahmen dieser Studie wird Lichttherapie mit einer Lichtstärke von 10.000 lux mit einer Behandlung mit einer geringeren Lichtstärke (300 lux) verglichen. Welche Behandlung Sie erhalten, wird per Zufall (Randomisierung) entschieden.

Worin liegt der Nutzen meiner Teilnahme?

Mit der Anwendung von Lichttherapie mit 10.000 lux kann möglicherweise Ihre Fatigue und/oder Tagesschläfrigkeit im Rahmen der MS-Erkrankung gebessert werden. Es ist jedoch auch möglich, dass Sie durch Ihre Teilnahme an dieser klinischen Prüfung keinen direkten Nutzen für Ihre Gesundheit ziehen, da Sie der 300lux-Untersuchungsgruppe per Zufall zugeordnet werden können.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen dazu beitragen, dass für andere Menschen mit Multipler Sklerose eine wirksame Behandlung gefunden wird.

Wie läuft die Studie ab?

Ihre Teilnahme an der Studie würde voraussichtlich sechs Wochen dauern. In diesen sechs Wochen sind insgesamt sieben Termine im AKH vorgesehen, für den Rest der Zeit ist Ihre Anwesenheit im AKH nicht erforderlich.

Konkret erfolgt beim ersten Termin eine Fragebogen-Erhebung, wodurch die Eignung zur Teilnahme an der Studie festgestellt wird. Dann erfolgt per Zufallsprinzip die Zuteilung zu einer der beiden Behandlungsgruppen. Anschließend erhalten Sie für zu Hause das Aktigraphie-Gerät (ähnlich wie eine Armbanduhr), das Sie nun für sechs Wochen tragen. Sie können dabei wie gewohnt Ihrem Alltag nachgehen. Außerdem werden Sie gebeten, ein Schlaftagebuch täglich vor dem Einschlafen und nach dem Erwachen auszufüllen sowie 4 Mal pro Tag die Fatigue auf einer Skala einzuschätzen.

Beim zweiten Besuchstermin, zwei Wochen später, erhalten Sie ein Polysomnographie-Gerät (Sensoren am Kopf, Rumpf und an den Beinen), das Ihren Schlaf aufzeichnet. Sie können damit zu Hause wie gewohnt schlafen gehen.

Am darauffolgenden Morgen (dritter Besuchstermin) erfolgt eine Prüfung Ihrer Tagesschläfrigkeit. Diese Untersuchung dauert etwa den ganzen Tag. Am Abend können Sie wieder gewohnt nach Hause gehen.

Für die nächsten 14 Tage erhalten Sie das Lichttherapie-Gerät, die Behandlung ist täglich morgens nach dem Aufstehen für 30 Minuten anzuwenden.

Die Besuchstermine vier und fünf sowie sechs und sieben erfolgen wieder im Abstand von ca. zwei Wochen an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tagen und laufen genau gleich ab wie der zweite und dritte Besuchstermin.

Für weitere Informationen zur Studie oder zur Vereinbarung einer persönlichen Vorbesprechung wenden Sie sich bitte telefonisch  unter der Nummer 01 40 400 34280 oder via E-Mail an lisa.voggenberger@meduniwien.ac.at.

Fragebogenstudie: Entwicklung einer Selbstwirksamkeitsskala für Menschen mit Multipler Sklerose

Die Medizinische Universität Innsbruck, Universitätsklinik für Neurologie, führt in Zusammenarbeit mit dem Karl Landsteiner Institut für interdisziplinäre Forschung am Reha Zentrum Münster in Tirol eine wissenschaftliche Studie durch.

Illustration eines Fragebogens auf grünem Hintergrund, Credit: mohamed_hassan, Pixabay

Um den aktuellen Gesundheitszustand sowie Behandlungseffekte von Therapien messen zu können, bedarf es geeigneter Messinstrumente. Dies betrifft auch sogenannte subjektive Fragen, die nur Sie als Patientinnen und Patienten beantworten können, weil sie eben nicht objektiv ersichtlich sind.

Als Selbstwirksamkeitserwartung bezeichnet man die Erwartung eines Menschen, aufgrund des eigenen Könnens selbstständig etwas bewirken zu können. Studienergebnisse zeigen, dass das Maß an Selbstwirksamkeitserwartung und der körperliche sowie psychische Gesundheitsstatus oder das Ansprechen auf Behandlungen bei Menschen mit Multipler Sklerose eng zusammenhängen.

Zweck dieser Studie ist, die in Phase 1 dieser Studie übersetzte Unidimensional Self-Efficacy Scale for MS mit Ihnen gemeinsam als Patientinnen und Patienten auf ihre Gültigkeit, Zuverlässigkeit und Ansprechbarkeit zu testen, um diesen Fragebogen für weiterführende Studien sowie in der klinischen Praxis einsetzen zu können.

Wenn Sie über 18 Jahre alt sind, MS haben, deutsch sprechen, und keine schwerwiegenden Erkrankungen haben, laden wir Sie ein, an dieser Studie teilzunehmen.

Sollten Sie Interesse an der Studie haben, melden Sie sich bei der Studienleiterin Dr. Barbara Seebacher, MSc, unter der Telefonnummer 0664 35 26 756 oder der E-Mail-Adresse barbara.seebacher@i-med.ac.at.