Corona-Virus und Multiple Sklerose

Wichtige Infos zum Umgang mit der Corona-Virus-Pandemie für Menschen mit Multipler Sklerose

Reden hilft.

Liebe MS-Community, liebe Mitglieder,

der Umgang mit dem Corona-Virus wirft für Menschen mit MS und Angehörige nicht nur medizinische und arbeitsrechtliche Fragen auf. Unser aller Leben hat sich von einem Tag zum anderen vorübergehend komplett verändert, die Situation erscheint manchmal sogar bedrohlich. Die gewohnte Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, Unsicherheit und Ängste begleiten vielleicht noch mehr als sonst den Alltag. Diese Ausnahmesituation, in der wir derzeit leben, kann psychisch sehr belastend sein.

Auch wenn wir vom Team der MS-Gesellschaft Wien in dieser außergewöhnlichen Situation nicht persönlich von Angesicht zu Angesicht für Sie da sein können, haben wir dennoch immer ein offenes Ohr für Sie. Egal, ob es sich um eine Information oder ein längeres Gespräch handelt, Sie können uns Montag bis Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr erreichen.

Keine Sorge, wir nehmen uns immer ausreichend Zeit für Ihre Anliegen. Konkrete Anfragen beantworten wir gleich. Wenn Sie sich einfach einmal aussprechen wollen, vereinbaren wir einen Rückruftermin.

Sie erreichen uns österreichweit über die MS-Hotline 0800 311 340.

Rufen Sie uns an, wir sind gerne für Sie da!

Karin Krainz-Kabas, Geschäftsführerin Multiple Sklerose Gesellschaft Wien, Foto: Johannes Zinner

Karin Krainz und das Team der MS-Gesellschaft Wien

Einschätzung des Risikos für MS-Betroffene

Die Symptome einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus ähneln jener der Influenza-Erkrankung („Grippe“) und äußern sich mit Husten, Fieber, Atemnot. Derzeit steigt die Anzahl der Neuerkrankungen rasch an. Die Situation wird laufend neu bewertet und aktualisiert.

Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es Personengruppen, die ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Bezogen auf die MS sind das folgende Personengruppen:

Ältere Personen

Die Fähigkeit des Immunsystems, sich gegen Infektionen der Lunge u.ä. zu wehren, nimmt ab dem 50./60. Lebensjahr ab. Daher können ältere Personen – unabhängig von einer begleitenden anderen Erkrankung – häufiger Komplikationen der Atemwege haben. Da Fieber im höheren Alter seltener auftritt, kann es länger dauern, bis die Erkrankung festgestellt wird.

Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit

Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen oder bettlägerig sind, haben aufgrund der weniger guten Belüftung der Lunge ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Da das Corona-Virus Infektionen der Atemwege verursacht, besteht für diese Personen ein erhöhtes Risiko.

Personen mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken

Zur Behandlung der MS werden Medikamente eingesetzt, die einen Einfluss auf das Immunsystem haben und die Abwehr gegen Virusinfektionen herabsetzen können. Im Detail bedeutet das folgendes:

Menschen mit Multipler Sklerose ohne immunmodulierende Therapie haben kein erhöhtes Risiko für schwerere Verläufe – es sei denn, es bestehen andere Risikofaktoren wie oben beschrieben (Alter, eingeschränkte Beweglichkeit) oder zusätzliche andere chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen, …).

Unter Therapie mit einem Interferon-beta Präparat (Avonex®, Rebif®, Plegridy®, Betaferon®, Extavia®) oder mit Glatirameracetat (Copaxone®, Perscleran®) ist von keinem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf auszugehen.

Bei Dimethylfumarat (Tecfidera®) und Teriflunomid (Aubagio®) und normalen Lymphozytenzahlen (weißen Blukörperchen) ist nicht von einem erhöhten Risiko auszugehen.

Unter Therapie mit Fingolimod (Gilenya®) und Siponimod (Mayzent®) besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen der Atemwege. Die Therapie sollte aber dennoch fortgeführt werden, um eine Wiederkehr der Krankheitsaktivität zu verhindern. In diesen Fällen spielt der Schutz vor einer Infektion (siehe unten „Expositionsprophylaxe“) eine ganz besondere Rolle.

Natalizumab (Tysabri®) führt – nach aktueller Einschätzung – nicht zu einem erhöhten Risiko für Atemwegserkrankungen.

Therapien, die die Zahl der verfügbaren Abwehrzellen über die Dauer der Anwendung hinaus reduzieren (Cladribin (Mavenclad®), off-label Rituximab, Ocrelizumab (Ocrevus®), Alemtuzumab (Lemtrada®), Mitoxantron, Cyclophosphamid) erhöhen das Infektionsrisiko besonders in den ersten Wochen nach der Einnahme /Infusion.

Eine Schubtherapie mit hochdosiertem Kortison kann das Infektionsrisiko vorübergehend erhöhen. Inwieweit die Schubtherapie notwendig ist, sollte individuell entschieden werden.

Die Verabreichung bzw. Neueinstellung auf Medikamente, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht, kann bei entsprechender Nutzen/Risiko-Abwägung verschoben werden.

Nur in Einzelfällen, vor allem wenn mehrere Risikofaktoren (immunsuppressive Therapie, Begleiterkrankungen, Alter, andere besondere Umstände) bestehen, kann eine Therapiepause individuell diskutiert werden. Das individuelle Risiko einer Wiederkehr der Krankheitsaktivität muss hierbei gegen das Infektionsrisiko abgewogen werden. In einer solchen Situation muss besonders Augenmerk auf den Schutz vor einer Infektion („Expositionsprophylaxe“) gelegt werden.

Personen mit MS gehören nach derzeitigem Wissen nicht grundsätzlich einer Risikogruppe an. Zur Einschätzung des Risikos, bei bestehender MS einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion zu erleiden, werden Alter, Ausmaß der Behinderung, Mobilität, die aktuelle krankheitsmodifizierende Therapie, Begleiterkrankungen und der Arbeitsplatz herangezogen. Dies sind allgemeine Richtlinien, die zur Orientierung dienen. Im Einzelfall muss das individuelle Risiko jeder einzelnen Patientin bzw. jedes einzelnen Patienten durch den behandelnden Neurologen/Neurologin beurteilt werden.

Schutz vor der Infektion mit dem COVID-2019

  • Die wichtigste Maßnahme, um die Erkrankung einzudämmen, ist derzeit die sogenannte Expositionsprophylaxe, d.h. den Kontakt mit möglichen Überträgern oder bereits infizierten Personen zu vermeiden.
  • Das Corona-Virus wird nach heutigem Stand über Tröpfchen-Infektion übertragen. Daher gelten folgende Schutzmaßnahmen:
  • Sehr wichtig ist die Reduktion sozialer Kontakte.

Daher sollen Orte mit engem Kontakt zu anderen Personen (privat, beruflich, öffentliche Veranstaltungen und voll besetzte öffentliche Verkehrsmittel soweit möglich) nach Möglichkeit vermieden werden. Ein Abstand zu anderen Personen von 1 bis 2 Metern wird empfohlen.

  • Viele Firmen empfehlen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zuhause zu arbeiten. Ab nächster Woche werden Schulen und Kindergärten vorübergehend geschlossen bzw. der Betrieb wird deutlich eingeschränkt. Eine vorübergehende Freistellung vom Arbeitsplatz für MS-Betroffene ist sinnvoll, besonders wenn eine Therapie mit einem immunsuppressiven Medikament besteht.
  • Aufsuchen von Ordinationen und Krankenhausambulanzen nur, wenn dringend notwendig
  • Reisetätigkeit einschränken
  • Regelmäßiges Händewaschen und -Desinfizieren
  • Bedecken von Mund und Nase mit Taschentuch oder Ellbogen beim Husten und Niesen
  • Lebensmittelhygiene

Diese Information wurde am 12. März 2020 von Univ.-Prof. Dr. Barbara Kornek erstellt. Die Erkenntnisse und Vorsichtsmaßnahmen werden laufend aktualisiert.

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit und Soziales; Robert Koch Institut für Krankheitsüberwachung und Prävention, Berlin; Deutsche MS-Gesellschaft, Infection Risks Among Patients With Multiple Sclerosis Treated With Fingolimod, Natalizumab, Rituximab, and Injectable Therapies. Luna G et al, Jama Neurol 2019 epub 2019.3365. Peripheral CD19+ B-cell counts and infusion intervals as a surrogate for long-term B-cell depleting therapy in multiple sclerosis and neuromyelitis optica/neuromyelitis optica spectrum disorders. Ellrichmann G. et al., J Neurol. 2019 Jan;266(1):57-67)

Kontrolltermin in Ordination oder Ambulanz während der Corona-Pandemie

Infografik: Soll ich als von Multipler Sklerose betroffene Person meinen Kontrolltermin wahrnehmen?

In Ordinationen – und noch viel mehr in Spitalsambulanzen – besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, da sich dort naturgemäß viele Menschen auf engem Raum aufhalten und natürlich auch die Wahrscheinlichkeit höher ist, auf eine infizierte Person zu treffen. Daher sollten Besuche dort – ebenso wie andere Sozialkontakte – auf ein Mindestmaß reduziert werden.

Es gilt hier, verschiedene Szenarien zu unterscheiden:

Mir geht es gut, ich habe keinen speziellen Bedarf und will lediglich meinen schon länger geplanten Ambulanztermin wahrnehmen:
In diesem Fall bleiben Sie zu Hause und holen die Kontrolle nach Abklingen der Pandemie nach.

Mir geht es gut, ich brauche allerdings ein neues (Dauer)-Rezept für meine Immuntherapie:
In diesem Fall nehmen Sie bitte mit Ihrer Neurologin bzw. Ihrem Neurologen Kontakt auf, um nachzufragen, ob das Rezept aufgrund der besonderen Ereignisse nicht auch auf dem Postweg zugestellt werden kann.

Ihr Termin dient der Verabreichung einer Immuntherapie in regelmäßigen Abständen:
Die Dringlichkeit, aber auch das eventuelle Risiko der Verabreichung, ist vom jeweiligen Präparat abhängig (siehe dazu auch „Muss ich meine Immuntherapie pausieren?“). Die Verabreichung von Tysabri® scheint mit keinem besonderem Risiko assoziiert zu sein, gleichzeitig sollten hier lange Therapiepausen prinzipiell vermieden werden. Kontaktieren Sie in diesem Fall aber trotzdem Ihre Neurologin bzw. Ihren Neurologen, um abzuklären, ob dort spezielle Vorkehrungen für die Verabreichung getroffen wurden (z.B. Terminverschiebungen, um die Besucherfrequenz zu reduzieren, etc.).
Bei den anderen Immuntherapien, die in längerem Abstand verabreicht werden, kontaktieren Sie bitte Ihre Neurologin bzw. Ihren Neurologen, um zu besprechen, ob diese Therapie nicht verschoben werden soll.

Routinemäßige MRT-Verlaufskontrollen können und sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Wenn Sie einen Schub haben, der eine relevante Beeinträchtigung verursacht, kontaktieren Sie Ihre Neurologin bzw. Ihren Neurologen, um den besten Zeitpunkt für die Verabreichung einer Kortisonstoßtherapie abzusprechen (idealerweise sollten Sie zu Tagesrandzeiten kommen, um mit möglichst wenigen anderen Patientinnen und Patienten in Kontakt zu kommen).

Diese Information wurde am 13. März 2020 von Univ.-Prof. Dr. Fritz Leutmezer erstellt und wird nicht regelmäßig aktualisiert.

Wer zählt zu Coronavirus-Risikogruppen?

International werden hinsichtlich vulnerabler Gruppen und in Bezug auf einen schweren Krankheitsverlauf durch eine SARS-CoV-2/Covid-19-Infektion zumeist ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen als Risikogruppen genannt.

Grafische 3D-Darstellung eines mit Glykoprotein-Tuberkeln besetzten Masernvirus-Partikels. Credit: Public Health Image Library from the Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Österreich hat sich unter Berücksichtigung der Definitionen der wichtigsten Institutionen (WHO, ECDC, RKI, BAG, NHS, CDC) auf folgende vulnerable Gruppen festgelegt:

  • ältere Menschen (65+)
    – insbesondere mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • als chronische Erkrankungen, nach aktueller Evidenz, gelten:
    – (chronische) Atemwegs- bzw. Lungenerkrankungen inkl. COPD
    – Diabetes
    – Herzkreislauferkrankungen
    – Krebserkrankungen
    – Bluthochdruck
    Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen

Nach derzeitigem Wissen zählen Menschen mit MS, die keine Therapie erhalten, nicht zu den Risikogruppen – außer sie sind > 65 Jahre alt und/oder nicht mobil.

Zur Einschätzung des Risikos, bei bestehender MS einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion zu erleiden, werden Alter, Ausmaß der Behinderung, Mobilität, die aktuelle krankheitsmodifizierende Therapie, Begleiterkrankungen und der Arbeitsplatz herangezogen. Dies sind allgemeine Richtlinien, die zur Orientierung dienen. Im Einzelfall muss das individuelle Risiko jeder einzelnen Patientin bzw. jedes einzelnen Patienten durch den behandelnden Neurologen/Neurologin beurteilt werden.

Die aktuelle Situation führt bereits zu einer großen Verunsicherung von vielen gesunden Menschen. Umso mehr können zusätzliche Fragen bei Menschen mit chronischen Erkrankungen wie MS auftreten. Wir bemühen uns auch weiterhin, Ihre Fragen so gut wie möglich telefonisch oder per E-Mail zu beantworten.

Mehr Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Arbeitsinspektion und der Arbeiterkammer.

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern respiratorischer Infektionen sind eine gute Händehygiene, korrekte Hustenetikette und das Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1 bis 2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen.

Die allgemeine Aufforderung, soziale Kontakte zu vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, gilt für Angehörige von Risikogruppen ganz besonders.

Weitere Informationen

MS-Hotline

Telefon: 0800 311 340
Mo-Fr 9:00 bis 13:00 Uhr

Sozialversicherung

Dachverband der Sozialversicherungsträger: FAQs zum Thema Risikogruppen

Kontakt zur Hotline des Dachverbands der Sozialversicherungsträger: 050 124 2020
Anfragen sind auch via E-Mail möglich: covid19.risikoattest@sozialversicherung.at

Empfehlungen zur individuellen Risikoanalyse für einen schweren Krankheitsverlauf

Mit nur einem Telefonat zu Ihrem Medikament

telefonierende Ärztin, Text: Medikamenten-Verschreibung ohne Papierrezept

Kassenärztinnen und Kassenärzte können Medikamente verschreiben, ohne dass Patientinnen und Patienten dafür eine Arztordination aufsuchen müssen.

Dieses neue Service kann bei Kassenärztinnen und Kassenärzten in Anspruch genommen werden, die mit e-Medikation arbeiten.

Ab sofort genügt ein Anruf der Patientin oder des Patienten – und die Ordination übermittelt ein Rezept per E-Mail oder Fax an die gewählte Apotheke. Der Patient oder die Patientin kann die Medikamente dann entweder selbst in der jeweiligen Apotheke abholen oder – das ist die zweite Möglichkeit – eine andere Vertrauensperson damit beauftragen. Die dritte Möglichkeit ist, dass die Apotheke im Notfall und bei lebenswichtigen Medikamenten diese zum Patienten nach Hause bringt. Eine derartige Unterstützung werde von zahlreichen Apotheken angeboten, das genaue Procedere solle direkt mit der jeweiligen Apotheke abgeklärt werden

Konkret bedeutet das für die Patientinnen und Patienten:

  • Sie oder er meldet sich telefonisch bei seiner Kassenärztin bzw. seinem Kassenarzt.
  • Die Kassenärztin bzw. der Kassenarzt verschreibt die benötigten Medikamente.
  • Das Rezept wird wie gewohnt ausgestellt. Die Informationen, welches Medikament abgegeben werden soll, gelangt über die e-Medikation elektronisch von der Arztpraxis in die Apotheke.
  • Die verschriebenen Medikamente können ohne Papierrezept unter Angabe von Name und Sozialversicherungsnummer in der Apotheke abgeholt werden. Es kann auch eine andere Person (z.B. ein Angehöriger, Betreuungsperson) das Medikament für die jeweilige Patientin bzw. den jeweiligen Patienten abholen.

Österreichische Gesundheitskasse: Informationen zum Corona-Virus

Quellen: Dachverband der Sozialversicherungsträger, Österreichische Apothekerkammer

So gehen wir mit dem Corona-Virus um

So gehen wir mit dem Corona-Virus um

Aus Rücksicht auf die Gesundheit von Menschen mit Multipler Sklerose und deren Angehörige finden unsere nächsten Veranstaltungen virtuell statt. Dies betrifft auch die Turn- und Selbsthilfegruppen.

Das Team der MS-Gesellschaft Wien steht für Anfragen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 13:00 Uhr telefonisch  sowie nach Terminvereinbarung zur Verfügung.

MS-Infoline: 0800 311 340

Aktuelles zum Corona-Virus in Wien

Corona-Infonummern in Wien

  • Die Stadt Wien hat eine 24-Stunden-Betreuungs-Hotline für Risikogruppen unter 01 4000 4001 eingerichtet. Die Service-Nummer unterstützt auf Hilfe angewiesenen Personen (Risikogruppe), die keinerlei Unterstützung durch Angehörige oder Nachbarn erfahren, bei der Erledigung von Einkäufen oder der Besorgung von Medikamenten.
  • Anfragen von Coronavirus-Erkrankten oder Verdachtsfällen nimmt nach wie vor die Gesundheitshotline 1450 entgegen.
  • Unter der Telefonnummer 0800 555 621 können Sie rund um die Uhr Fragen rund um das Coronavirus stellen.

Wichtige Telefonnummern:

📞 MS-Hotline: 0800 311 340
📞 Wiener Betreuungs-Hotline für Risikogruppen: 01 4000 4001
📞 Gesundheitshotline: 1450
📞 Fragen zum Coronavirus: 0800 555 621
📞 Psychosoziale Info: 01 4000 530 60
📞 Telefonseelsorge: 142
📞 Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01 313 30
📞 Frauennotruf Wien: 01 71 71 9
📞 Kinderschutzzentrum Wien: 01 4000 8011
📞 Rat auf Draht: 147

Information und Unterstützung für Risikogruppen

Als Risikogruppe gelten Menschen über 65 Jahre sowie Personen mit Vorerkrankungen. Diese Menschen brauchen besonderen Schutz, aber auch solidarische Unterstützung im Alltag. Die Stadt Wien unterstützt dabei. Die allgemeine Aufforderung, soziale Kontakte zu vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, gilt für die Risikogruppe ganz besonders. Das dient dem Schutz dieser Personengruppe und hilft, die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen.

Servicenummer 01 4000 4001

Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und Hilfe bei der Organisation des Alltags brauchen, wenden Sie sich an 01 4000 4001.

Nachbarschafts-Telefon für Wienerinnen und Wiener

Alle Wienerinnen und Wiener, die Unterstützung in ihrer Nachbarschaft brauchen, können sich werktags von 9:00 bis 16:00 Uhr beim Nachbarschafts-Telefon 01 24503-25960 melden. Es ergänzt die zentrale Hotline der Stadt, die für allgemeine Anfragen da ist.

Die Telefonnummer von wohnpartner ist telefonische Anlaufstelle für nachbarschaftliche Fragen und Sorgen – wie können wir v.a. älteren Mitmenschen im Alltag helfen, ohne sie oder sich selbst zu gefährden? Was tun Kinder ohne Park und Spielplatz? Was sind Spiel-, Lern- und Beschäftigungsmöglichkeiten, damit Kindern und Jugendlichen zuhause nicht die Decke auf den Kopf fällt?

Für Fragen im eigenen Bezirk bzw. Grätzel sind die neun wohnpartner-Hauptlokale zuständig. Auch sie sind telefonisch zwischen 9 und 16 Uhr (montags bis freitags) telefonisch erreichbar und bieten u.a. folgende Services an:

  • Telefonische Beratung in Sachen Nachbarschaft
  • Vernetzung der Mieterinnen und Mieter
  • Aufnahme von individuellen Bedürfnissen und Suche nach    entsprechenden Angeboten/Hilfestellungen
  • Aufnahme von freiwilligen Hilfsangeboten und Vermittlung
  • Förderung von Nachbarschaftsinitiativen und Ideen wie Bücher-, Spiele- und Pflanzentauschbörsen, wobei natürlich die Sicherheitsvorschriften eingehalten (Abstellung vor der Haustüre, Sicherheitsabstände, etc.) werden.
  • Sammeln, Sichten und Umsetzen von weiteren Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner
  • Kommunikation über bereits existierende Facebookgruppen

Telefonnummern der Hauptlokale

Weitere Informationen finden Sie auf der Info-Seite der Stadt Wien zum Corona-Virus

Corona für Kinder leicht erklärt

Was ist Corona überhaupt und wieso sieht man es nicht? Warum ist kein Kontakt zu Oma und Opa möglich und warum ist Händewaschen so wichtig? Antworten auf all diese Fragen von Kindern gibt ab sofort neues Erklärvideo der Stadt Wien.

Amtswege möglichst online erledigen

Die Stadt Wien ruft dazu auf, Amtswege soweit wie möglich online abzuwickeln und Besuche in den Bezirksämtern und anderen Dienststellen, sofern nicht unbedingt notwendig, zu meiden. Das Online-Portal der Stadt Wien (www.wien.gv.at) bietet in seinem „Virtuellen Amt“ alle Voraussetzungen dafür. Sind die Amtswege nicht dringend, sollten diese überhaupt bis auf weiteres verschoben werden.

Existenzsichernde Anträge, wie z.B. Mindestsicherung, können jedenfalls weiterhin direkt am Amt abgewickelt werden. Anliegen, die das Fundwesen (z.B. Verlust der Bankomatkarte, oder wichtiger Dokumente, etc.) oder das Meldewesen betreffen, werden ebenfalls direkt am Amt bearbeitet. Sollte eine Außenstelle geschlossen werden müssen, wird die Bevölkerung umgehend per Aushang vor Ort und über das Online-Portal der Stadt Wien darüber informiert.

Wesentlich ist, dass der Bereich der Basisversorgung funktioniert und vorbereitet ist, dazu zählen die Wiener Spitäler und Einsatzkräfte, Müllabfuhr, Öffis, Wasser-, Gas- und Stromversorgung, etc. Das Personal der Wiener Spitäler und die Einsatzkräfte sind seit Wochen rund um die Uhr verstärkt im Einsatz. Selbstverständlich fahren alle Wiener Öffis auch weiterhin, um die Menschen zu ihrem Arbeitsplatz oder von A nach B zu befördern. Auch die Trinkwasserversorgung bleibt auf dem bisherigen hohen Niveau: Alle Wienerinnen und Wiener können sich auf die Wasserversorgung mit Quellwasser aus den Alpen verlassen. Auch die Energieversorgung funktioniert reibungslos.

Kindergärten, Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neue Mittelschulen (NMS) bleiben für Eltern mit wirklich dringendem Betreuungsbedarf geöffnet.

Quarantäne und Isolation gut überstehen

Der Umgang mit dem neuartigen Corona-Virus wirft für Menschen mit MS und Angehörige nicht nur medizinische und arbeitsrechtliche Fragen auf. Unser aller Leben hat sich von einem Tag zum anderen vorübergehend komplett verändert, die Situation erscheint manchmal sogar bedrohlich. Die gewohnte Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, Unsicherheit und Ängste begleiten vielleicht noch mehr als sonst den Alltag. Diese Ausnahmesituation, in der wir derzeit leben, kann psychisch sehr belastend sein.

Die gute Nachricht: Es gibt klare, wissenschaftlich erforschte und bewährte Verhaltensmaßnahmen und mentale Strategien, die es ermöglichen, diese Ausnahmesituation zu meistern.

Von Montag bis Freitag in der Zeit von 09.00 bis 13.00 Uhr erreichen Sie über unter der kostenfreien MS-Hotline 0800 311 340 das aus Psychtherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen und Sozialberaterinnen bestehende Team der Multiple Sklerose Gesellschaft Wien. Wir nehmen uns immer ausreichend Zeit für Ihre Anliegen. Konkrete Anfragen beantworten wir gleich. Wenn Sie sich einfach einmal aussprechen möchten, vereinbaren wir einen Rückruftermin.

Häusliche Isolation und Quarantäne sind Ausnahmesituationen, welche die meisten Menschen noch nicht erlebt haben. Diese gesetzten Maßnahmen können auf die Psyche einwirken und für Betroffene sehr belastend sein. Es gibt klare, wissenschaftlich erforschte und bewährte Verhaltensmaßnahmen und mentale Strategien, die es ermöglichen, diese Ausnahmesituation zu meistern.

> Verhaltensmaßnahmen und mentale Strategien für herausfordernde Zeiten

Corona-Virus: Nachrichten-Überblick in leicht verständlicher Sprache

In der Coronavirus – Spezial-Ausgabe von TopEasy – Nachrichten leicht verständlich werden die wichtigsten Fragen zum Corona-Virus und seinen Folgen leicht verständlich und übersichtlich beantwortet.

Quellen: Wiener Krankenanstaltenverbund , Magistratsdirektion, Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien