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Pegyliertes Interferon-beta 1a

Pegyliertes Interferon-beta 1a 2019-01-24T13:13:32+00:00

Pegyliertes Interferon-beta 1a

Pegyliertes Interferon-beta 1a (Plegridy®) kommt als Basistherapie bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (MS) zum Einsatz und wird zwei Mal pro Monat mit einer Spritze unter die Haut (subkutan) verabreicht.

Das Arzneimittel wird zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (MS) bei Erwachsenen ab 18 Jahren angewendet.

Pegyliertes Interferon-beta 1a scheint das Immunsystem des Körpers davon abzuhalten, das Gehirn und Rückenmark zu schädigen, wodurch die Zahl der Schübe gesenkt und die behindernden Auswirkungen der MS verlangsamt werden.

Dosis

Die Verabreichung erfolgt zwei Mal wöchentlich als subkutane Injektion. Versuchen Sie, das Medikament immer am gleichen Wochentag zur gleichen Tageszeit zu injizieren. Wechseln Sie regelmäßig die Injektionsstelle und verwenden Sie für aufeinanderfolgende Injektionen nicht dieselbe Stelle. Sie können das Medikament selbst injizieren, wenn Sie in diese Art der Anwendung eingewiesen wurden.

Gegenanzeigen

  • Behandlungsbeginn während der Schwangerschaft
  • Patientinnen und Patienten mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Peginterferon beta-1a, Interferon beta-1a oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Patientinnen und Patienten, die aktuell an schweren Depressionen erkrankt sind und/oder Suizidgedanken haben

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie bereits schwanger sind, dürfen Sie nicht mit der Anwendung von pegyliertem Interferon-beta 1a beginnen. Wenn Sie schwanger werden könnten, müssen Sie während der Anwendung Verhütungsmaßnahmen ergreifen. Sollten Sie beabsichtigen schwanger zu werden oder schwanger werden, während Sie
pegyliertes Interferon-beta 1a anwenden, müssen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt informieren und besprechen, ob Sie die Behandlung fortsetzen sollten. Möchten Sie während der Behandlung stillen möchten, sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Erytheme an der Injektionsstelle, grippeähnliche Erkrankungen, Fieber, Kopfschmerzen, Myalgie, Schüttelfrost, Schmerzen an der Injektionsstelle, Gefühl von Schwäche und Müdigkeit (Asthenie), Juckreiz an der Injektionsstelle und Arthralgie.

Darüber hinaus können Leber- und Nierenprobleme, Depression, schwere allergische Reaktionen, Krampfanfälle. Selten kommt es zu Erkrankungen des Blutes.

Quelle:  Europäische Arzneimittel-Agentur, Gebrauchsinformation des Herstellers