Natalizumab

Der monoklonale Antikörper Natalizumab (Tysabri®) kommt als krankheitsmodifizierende Monotherapie bei Erwachsenen mit hochaktiver, schubförmig remittierend verlaufender Multipler Sklerose (MS) bei folgenden Patientinnen und Patientenengruppen zum Einsatz:

  • hochaktive Erkrankung trotz Behandlung mit einem vollständigen und angemessenen Zyklus mit mindestens einer krankheitsmodifizierenden Therapie (DMT)
    oder
  • rasch fortschreitender schubförmig remittierend verlaufender Multipler Sklerose, definiert durch 2 oder mehr Schübe mit Behinderungsprogression in einem Jahr, und mit 1 oder
    mehr Gadolinium-anreichernden Läsionen in der MRT des Gehirns oder mit einer signifikanten Erhöhung der T2-Läsionen im Vergleich zu einer kürzlich durchgeführten MRT.

Verabreichung
Infusion alle 4 Wochen

Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Fatigue, Harnwegsinfekte, Depression, Infektionen.
Mit Natalizumab wird ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Progessiven Multifokalen Leukenzephalopathie (PML) in Verbindung gebracht. Das Risiko steigt mit zunehmender Behandlungsdauer an.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Die Therapie kann bis zum Beginn der Schwangerschaft unter strenger Nutzen/Risiko-Abwägung fortgeführt werden; bei aggressiven Verläufen auch in der Schwangerschaft.
Die Substanz geht in die Muttermilch über, Stillen wird daher nicht empfohlen.

> KKNMS-Patientenhandbuch Natalizumab (PDF)

> Beipackzettel Tysabri® (PDF)