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Mit Öffis barrierefrei unterwegs in Wien

///Mit Öffis barrierefrei unterwegs in Wien
Mit Öffis barrierefrei unterwegs in Wien 2018-08-02T12:13:45+00:00

Barrierefrei unterwegs mit den Wiener Öffis

Barrierefrei mit den Wiener Linien unterwegs Eine ausklappbare Rampe ermöglicht den Einstieg in eine Straßenbahn des Typs ULF. Foto: Johannes Zinner

Welche Liftanlagen fallen gerade aus, wo sind Wartungsarbeiten geplant? Wann kommt die nächste barrierefreie Zuggarnitur? Hier erfahren Sie, wie Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut durch Wien kommen.

Damit Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien möglichst reibungslos verlaufen, finden Sie auf der barrierefreien Webseite der Wiener Linien Informationen, wie Sie sich optimal auf eine Öffi-Fahrt vorbereiten.

So können Sie beispielsweise über die Fahrplanauskunft der Wiener Linien herausfinden, wo sich auf Ihrer Strecke barrierefreie Ein- und Ausstiege bzw. stufenfrei erreichbare Haltestellen und Bahnsteige befinden. Über die Website gelangen Sie auch zum Indoor-Navigationssystem POPTIS, das für schwer sehbehinderte und blinde Fahrgäste eingerichtet wurde.

Für die Wahl der optimalen Route eignet sich die Fahrplan-App qando. Dort finden Sie die Abfahrtszeiten sämtlicher Linien an allen Haltestellen sowie den Umlauf der Niederflur-Fahrzeuge. Echtzeit-Auskünfte über die Abfahrtszeiten barrierefreier Fahrzeugen finden Sie auch auf der Mobilversion der Website quando.

Fahrplaninformationen und weiterführende Auskünfte rund um das Thema Barrierefreiheit geben Ihnen die Wiener Linien MitarbeiterInnen auch gerne am Servicetelefon unter der Telefonnummer 01 7909 100.

Abfrage der minutengenauen Abfahrtszeiten

Bei den Haltestellen gibt es zunehmend elektronischen Count-Down-Anzeigen. Diese zeigen Ihnen, wann das nächste Fahrzeug kommt und ob dieses einen barrierefreien Zugang hat. Auch diese Infoanzeigen zur Abfrage der minutengenauen Abfahrtszeiten von einzelnen Haltestellen finden Sie über quando oder die ITIP-Website der Wiener Linien. Blinde und sehbehinderte Personen können diese Information mittels Screen-Reader-Programmen am Mobiltelefon anhören.

Aufzugsinfos in Echtzeit

Welche Lifte fallen in Wiener U-Bahn- und unterirdischen Straßenbahn-Stationen gerade aus? Wo werden Aufzüge gewartet und sind somit unbenützbar?

Sämtliche U-Bahn-Stationen der Wiener Linien verfügen über Aufzüge oder Rampen. Ein Blick auf die Aufzugsinfo der Wiener Linien genügt – und schon wissen Sie, welche Liftanlagen aktuell ausfallen und wo Wartungsarbeiten vorgesehen sind. So können Sie können rechtzeitig eine alternative Fahrstrecke wählen. Die Aufzugsinfo ist auch über die Fahrplan-App qando verfügbar.

Sobald das Sicherheitssystem der Wiener Linien eine Störung der Aufzüge in U-Bahn- und unterirdischen Straßenbahn-Stationen meldet, wird diese in Echtzeit in der Aufzugsinfo angezeigt. Sie können dabei individuell zwischen einer allgemeinen Übersicht, den U-Bahn-Linien und der unterirdischen Straßenbahn (UStrab) wählen. Wartungsarbeiten werden drei Tage im Voraus angezeigt.

Das System umfasst derzeit ausschließlich Liftanlagen, die von den Wiener Linien selbst betrieben werden. Aufzüge der ÖBB und der Stadt Wien, wie im Westbahnhof oder der Passage Schottentor, werden nicht angezeigt.

Sicheres Ein- und Aussteigen

Straßenbahn

Die Niederflur-Straßenbahnen des Typs ULF (Ultra Low Floor) weisen mit 19 Zentimetern die weltweit niedrigste Einstiegshöhe auf. Menschen, die mit einem Rollstuhl unterwegs sind, benützen am besten den ersten Eingang direkt hinter der Fahrerin bzw. dem Fahrer, da sich dort eine ausklappbare Rampe befindet. Durch Betätigung der blauen Türöffner-Taste mit dem Rollstuhlsymbol können Sie den Wunsch zum Aussteigen an der nächsten Halte stelle signalisieren.

Im Inneren des ULF befindet sich hinter dem Fahrerplatz die Stellfläche für Rollstühle und Kinderwagen.

Im Jahr 2018 wurde die Straßenbahnflotte durch FLEXITY-Modelle ergänzt. Diese enthalten einen zweiten Rollstuhlplatz und ein Türauffindesignal für seheingeschränkte und blinde Fahrgäste.

Bus

Die Busflotte der Wiener Linien besteht bereits ausschließlich aus Niederflur-Fahrzeugen, die bei Bedarf hydraulisch weiter abgesenkt werden können. Die Busse haben spezielle Plätze für Rollstuhlfahrende im Eingangsbereich der zweiten Tür, bei den innerstädtischen Kleinbussen bei der ersten Tür.

Im Eingangsbereich befindet sich ein Knopf mit Rollstuhlsymbol. Mit diesem können Sie Ihren Ausstiegswunsch signalisieren.

U-Bahn

Unmittelbar hinter dem Fahrerplatz der neuen U-Bahnen befinden sich Mehrzweckabteile für Rollstühle, Fahrräder oder Kinderwagen. In älteren Zügen stehen Stellplätze bei den jeweiligen Türbereichen zur Verfügung.

In der ersten und letzten Türgruppe der V-Züge befindet sich eine Rampe, die automatisch ausgefahren wird und den Spalt zwischen Wagen und Bahnsteigkante überbrückt.

Bei den Fahrzeugen der Linie U6 wurde unter allen Türen eine Rampe montiert, um den verbleibenden Spalt zu verschmälern und den Niveauunterschied auszugleichen.

Broschüre "Barrierefrei. Selbstbestimmt durch die Stadt" (PDF)