Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung 2017-10-14T09:13:28+00:00

Gesunde Ernährung

Foto: Anelka, PixabayEine abwechslungsreiche und ausgewogene Lebensmittelwahl kann als integraler Bestandteil der MS-Therapie betrachtet werden, da sie, wie bei jedem anderen auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität positiv beeinflusst.

Eine spezielle Diät für MS-Betroffene gibt es nicht. Mit einer ausgewogenen Ernährung sind Sie aber in jedem Fall auf der sicheren Seite und für gewöhnlich auch ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Eine Ernährungsumstellung in Form einer antientzündlichen Kost kann den positiven Effekt einer gesunden und ausgewogenen Ernährung noch verstärken.

Ergänzend zu den „Multiplen Tipps“ auf unserer Homepage kann ein Besuch bei der Diätologin bzw. dem Diätologen hilfreich sein, um etwaige Ernährungsmythen zu klären und hilfreiche Empfehlungen zur gesunden Ernährung in den persönlichen Alltag einfach und effizient einzubauen.

Der persönliche Energiebedarf

Damit der Körper funktioniert, braucht er Kraftstoffe in Form von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, ergänzt durch Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Aber wieviel davon?

Ein Zuviel an Kalorien führt unweigerlich zur Gewichtszunahme. Andererseits kann ein Zuwenig an Energie zu einer Unterversorgung führen. Bei MS-Betroffenen kommen beide Varianten häufig vor. Wobei in beiden Fällen auf Dauer mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit  zu rechnen ist.

Der tägliche Gesamtenergiebedarf des Menschen setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

  1. Grundumsatz: Das ist die Energiemenge, die zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt wird
  2. Leistungsumsatz: ist jene Energiemenge, die für körperliche Aktivität (Berufs- und Freizeitaktivität) benötigt wird. Sie wird in PAL-Werten (= physical activity level ) angegeben.
    Der ermittelte PAL-Wert wird mit dem Grundumsatz multipliziert.
    Dies  ergibt Ihren Tagesenergiebedarf (siehe Tabelle 1) – wer sich viel bewegt verbraucht auch mehr Energie!!
  3. Nahrungsinduzierte Thermogenese: Wenn Nahrung verdaut und verstoffwechselt wird, entsteht Energie in Form von Wärme – diese Energie hat allerdings nur einen geringen Anteil am Gesamtenergiebedarf (siehe Tabelle 2)

Auf welche Art und Weise sollen Sie Ihrem Körper die benötigte Energie zuführen?

Zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt der Körper ein breites Spektrum an Nährstoffen, wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, aus denen er Energie bezieht. Ergänzt durch Vitamine, Mineralstoffe und Wasser zur Regulation von Stoffwechselprozessen. Da es kein Nahrungsmittel gibt, in dem  alle Nährstoffe, die der Körper braucht, in idealer Form enthalten sind, ist es wichtig auf eine ideale Kombination einzelner Lebensmittel zu achten. Hilfestellung bei der richtigen Auswahl der Lebensmittel bietet die österreichische Ernährungspyramide des Bundesministeriums für Gesundheit, wobei Lebensmittel an der Basis häufiger, jene an der Spitze hingegen nur selten konsumiert werden sollten.

Die 7 Stufen der Pyramide im Detail (PDF-Download)

Auf die richtige Zubereitung kommt es an!

Achten Sie bei der Zubereitung der Speisen darauf, dass Sie diese bei niederen Temperaturen, möglichst kurz, mit wenig Wasser und Fett zubereiten, um wertvolle Nährstoffe wie Vitamine nicht zu zerstören. Zubereitungsmethoden wie Dünsten, Dampfgaren, Backen oder Grillen eignen sich besonders gut, um den natürlichen Geschmack der Lebensmittel zu erhalten sowie die Bildung von Schadstoffen zu verhindern.

 „Gut gekaut ist halb verdaut“

Langsames Essen und gutes Kauen optimiert die Aufnahme der Nährstoffe und fördert auch den Genuss. Essen Sie bewusst und nicht nebenbei! Nehmen Sie sich Zeit und schätzen Sie ihr Essen, dann können Sie bewusster wahrnehmen wann Sie satt sind.

Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben sie in Bewegung!

Eine gesunde Lebensweise schließt neben einer bewussten Ernährung auch eine ausreichende körperliche Bewegung mit ein. Es ist der Schlüssel für körperliches und geistiges Wohlbefinden!

MS-Betroffene neigen häufig zu erhöhtem Körpergewicht, da es bei Fortschreiten der Erkrankung zunehmend zu Immobilität kommt. Durch die mangelnde Bewegung sinkt der Energiebedarf. Um einer ungewollten Gewichtszunahme vorzubeugen, sollte die Nährstoffzufuhr an den Verbrauch angepasst werden.