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Ernährung

Ernährung 2017-10-30T15:44:17+00:00

 Multiple TippS

Foto: Anelka, Pixabay

Die Multiple Sklerose Gesellschaft Wien hat im Jahr 2015 den Studiengang Diätologie der FH-St. Pölten damit beauftragt, fachlich korrekte Ernährungsinformationen bereitzustellen, die in Form von wertvollen Ernährungs-Tipps allen MS-Betroffenen auf unserer Website zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt unter der Leitung von FH-Dozentin Dr. Gabriele Leitner und ihrem Team aus sechs Diätologie-Studentinnen wurde mittels Innovationsscheck der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft finanziert und umfasst neben umfangreichen Ernährungsinformationen mit Details zur antientzündlichen Kost auch nützliche Alltagstipps.

Um die praktische Umsetzung für Betroffene zu erleichtern, wurden bei der vorgeschlagenen Lebensmittelauswahl auch verschiedenen Portionsgrößen definiert.

Wir danken dem Team der FH-St. Pölten für die gelungene Zusammenarbeit!

Gesunde Ernährung

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Lebensmittelwahl kann als integraler Bestandteil der MS-Therapie betrachtet werden, da sie, wie bei jedem anderen auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität positiv beeinflusst.

Eine spezielle Diät für MS-Betroffene gibt es nicht. Mit einer ausgewogenen Ernährung sind Sie aber in jedem Fall auf der sicheren Seite und für gewöhnlich auch ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Eine Ernährungsumstellung in Form einer antientzündlichen Kost, kann den positiven Effekt einer gesunden und ausgewogenen Ernährung noch verstärken.

Ergänzend zu den „Multiplen Tipps“ auf unserer Website kann ein Besuch bei einer Diätologin oder einem Diätologen hilfreich sein, um etwaige Ernährungsmythen zu klären und hilfreiche Empfehlungen zur gesunden Ernährung in den persönlichen Alltag einfach und effizient einzubauen.

Der persönliche Energiebedarf

Damit der Körper funktioniert, braucht er Kraftstoffe in Form von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, ergänzt durch Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Aber wieviel davon?

Ein Zuviel an Kalorien führt unweigerlich zur Gewichtszunahme. Andererseits kann ein Zuwenig an Energie zu einer Unterversorgung führen. Bei MS-Betroffenen kommen beide Varianten häufig vor. Wobei in beiden Fällen auf Dauer mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit  zu rechnen ist.

Der tägliche Gesamtenergiebedarf des Menschen setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

  1. Grundumsatz:
    Das ist die Energiemenge, die zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt wird
  2. Leistungsumsatz:
    ist jene Energiemenge, die für körperliche Aktivität (Berufs- und Freizeitaktivität) benötigt wird. Sie wird in PAL-Werten (= physical activity level ) angegeben.
    Der ermittelte PAL-Wert wird mit dem Grundumsatz multipliziert.
    Dies  ergibt Ihren Tagesenergiebedarf (siehe Tabelle 1) – wer sich viel bewegt verbraucht auch mehr Energie!!
  3. Nahrungsinduzierte Thermogenese:
    Wenn Nahrung verdaut und verstoffwechselt wird, entsteht Energie in Form von Wärme – diese Energie hat allerdings nur einen geringen Anteil am Gesamtenergiebedarf (siehe Tabelle 2)

Auf welche Art und Weise sollen Sie Ihrem Körper die benötigte Energie zuführen?

Zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt der Körper ein breites Spektrum an Nährstoffen, wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, aus denen er Energie bezieht. Ergänzt durch Vitamine, Mineralstoffe und Wasser zur Regulation von Stoffwechselprozessen. Da es kein Nahrungsmittel gibt, in dem  alle Nährstoffe, die der Körper braucht, in idealer Form enthalten sind, ist es wichtig auf eine ideale Kombination einzelner Lebensmittel zu achten. Hilfestellung bei der richtigen Auswahl der Lebensmittel bietet die österreichische Ernährungspyramide des Bundesministeriums für Gesundheit, wobei Lebensmittel an der Basis häufiger, jene an der Spitze hingegen nur selten konsumiert werden sollten.

Die 7 Stufen der Pyramide im Detail (PDF-Download)

Auf die richtige Zubereitung kommt es an!

Achten Sie bei der Zubereitung der Speisen darauf, dass Sie diese bei niederen Temperaturen, möglichst kurz, mit wenig Wasser und Fett zubereiten, um wertvolle Nährstoffe wie Vitamine nicht zu zerstören. Zubereitungsmethoden wie Dünsten, Dampfgaren, Backen oder Grillen eignen sich besonders gut, um den natürlichen Geschmack der Lebensmittel zu erhalten sowie die Bildung von Schadstoffen zu verhindern.

 „Gut gekaut ist halb verdaut“

Langsames Essen und gutes Kauen optimiert die Aufnahme der Nährstoffe und fördert auch den Genuss. Essen Sie bewusst und nicht nebenbei! Nehmen Sie sich Zeit und schätzen Sie ihr Essen, dann können Sie bewusster wahrnehmen wann Sie satt sind.

Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben sie in Bewegung!

Eine gesunde Lebensweise schließt neben einer bewussten Ernährung auch eine ausreichende körperliche Bewegung mit ein. Es ist der Schlüssel für körperliches und geistiges Wohlbefinden!

MS-Betroffene neigen häufig zu erhöhtem Körpergewicht, da es bei Fortschreiten der Erkrankung zunehmend zu Immobilität kommt. Durch die mangelnde Bewegung sinkt der Energiebedarf. Um einer ungewollten Gewichtszunahme vorzubeugen, sollte die Nährstoffzufuhr an den Verbrauch angepasst werden.

Antientzündliche Kost

Bei der antientzündlichen Kost handelt es sich nicht um eine Diät im klassischen Sinne, sondern um eine gesunde Mischkost. Es wird lediglich der Anteil bestimmter Lebensmittel, die antientzündlich wirkende Nährstoffe beinhalten erhöht, während der Konsum anderer reduziert wird.

Es handelt sich dabei im Wesentlichen um eine Modifikation der Ernährung, nicht um eine komplette Lebensumstellung. Durch leichte Veränderungen, die nach und nach in den Lebensalltag eingebaut werden, kann das Konzept der antientzündlichen Kost entsprechend den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben umgesetzt werden.

Obwohl man über die Ernährung Multiple Sklerose nicht heilen oder stoppen kann, stellt sie dennoch einen wichtigen Aspekt dar. Bestandteile in Nahrungsmitteln, die entzündliche Prozesse bei MS positiv beeinflussen, haben neben einer ausgewogenen Ernährung einen besonderen Stellenwert. Somit kann der Verlauf der Erkrankung und das Auftreten von Beschwerden gelindert werden. Da mit fortschreitender Erkrankung zunehmend mehr Nervenzellen geschädigt werden, ist es wichtig, sich so früh wie möglich auf gesunde, antientzündliche Kost umzustellen.

Entzündungsgeschehen

Das Immunsystem versucht sich gegen Fremdstoffe, Viren, Bakterien, etc. zu wehren. Bei Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen richten sich die Reaktionen des Immunsystems aber nicht gegen fremde sondern gegen körpereigene Zellen. Im Falle der Multiplen Sklerose führen Entzündungsprozesse zur Schädigungen der Myelinscheiden im zentralen Nervensystem.

Durch die Stimulation bestimmter Immunzellen entstehen einerseits viele freie Radikale (=Antioxidantien), die Entzündungen verstärken, andererseits werden entzündungs-fördernde Substanzen gebildet. Die Ausgangsverbindung für diese Substanzen stellt die Arachidonsäure (Bestandteil bestimmter Nahrungsfette) dar.


Mediterrane Kost – eine Alternative?

Für jene Personen die nicht komplett auf Fleisch und Wurst verzichten möchten, ist eine modifizierte mediterrane Kost zu empfehlen.

Diese Ernährungsweise zeichnet sich aus durch:

  • einen hohen Konsum von Obst und Gemüse
  • häufige Fischmahlzeiten
    – bevorzugt Fische wie Lachs, Thunfisch, Hering, Makrele
    – heimische Fische wie Forelle, Karpfen, Zander, Saibling (diese haben aber auch einen geringeren Anteil an Omega-3 Fettsäuren)
  • Olivenöl sollte durch Omega-3 Fettsäure-reiches Öl wie z.B.: Leinöl, Rapsöl, Walnussöl, Sojaöl ersetzt werden
  • maximal zwei moderate Fleischmahlzeiten, eine Wurstmahlzeit und 2 Eier pro Woche
  • keine Innereien

Für jene, die Fisch nicht zu ihren Lieblingsspeisen zählen, kann die Einnahme von Fischölkapseln eine Alternative darstellen, um den Bedarf an Omega-3 Fettsäuren (vor allem EPA und DHA) zu decken.

MS-Diäten im Überblick

MS-Betroffene werden häufig mit diversen Diäten konfrontiert, die ernährungsphysiologisch allerdings kritisch zu betrachten sind.

Einige davon sollen nun näher unter die Lupe genommen werden:

Diät nach Dr. Fratzer & Dr. Hebener

Der Grundgedanke der Diätform beruht auf der Basis, dass eine Reduktion der  Linolsäure auch eine Reduktion der entzündungsfördernden Arachidonsäure bewirkt, da Arachidonsäure aus Linolsäure gebildet werden kann. Die körpereigene Umwandlung von Linolsäure in Arachidonsäure findet jedoch in sehr geringem Ausmaß statt, sodass sich eine Reduktion der Linolsäure als nicht sinnvoll erweist.

Fazit:

Als positiv ist die Empfehlung von Omega-3 Fettsäuren und antioxidativ wirksamem Vitamin E und Selen anzusehen – allerdings in Form von Supplementen. Grundsätzlich gilt, dass der Bedarf an diesen Nährstoffen zunächst über natürliche Nahrungsmittel gedeckt werden sollte.

Evers-Diät

Die Evers-Diät beruht auf Nahrungsmitteln, die in unverarbeiteter bzw. roher Form aufgenommen werden, wie Getreide, Obst und Gemüse als auch auf einer geringen Fleischzufuhr. Auf industriell hergestellte und haltbargemachte Lebensmittel soll verzichtet werden.

Fazit:

Grundsätzlich positiv zu bewerten ist die geringe Arachidonsäurezufuhr und der hohe Anteil an durch Nüssen, pflanzlichen Ölen und Samen aufgenommenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Aufgrund fehlender wissenschaftlicher Grundlagen hinsichtlich eines positiven Einflusses auf die Multiple Sklerose kann diese Ernährungsform nicht empfohlen werden. Zu hinterfragen wäre auch die Verträglichkeit aufgrund des hohen Anteils an unverarbeiteten bzw. rohen Lebensmitteln und das relativ hohe Infektionsrisiko durch Keime und Bakterien.

Allergenfreie Diät

Diese Diät basiert auf der Annahme, dass Multiple Sklerose durch allergische Reaktionen verursacht wird. Lebensmittel mit potentiellen Allergenen sollen somit gemieden werden.

Fazit:

Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt keinerlei Hinweise, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien bei MS-Betroffenen häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung. Darüber hinaus ist zu bedenken, dass durch eine Einschränkung der Lebensmittelauswahl über einen längeren Zeitraum eine Mangelernährung entstehen kann.

Die Grahams-Diät

Die Grahams Diät beinhaltet  neben zahlreichen guten Ratschlägen für MS-Betroffene vor allem die Verwendung von Nachtkerzenöl.

Fazit:

Nachtkerzenöl verfügt zwar über einen hohen Anteil an der mehrfach ungesättigten Fettsäure „Gamma-Linolensäure“. Ist aber relativ kostspielig und bietet zudem keinerlei Vorteil gegenüber anderen pflanzlichen Ölen.

 

Die Swank-Diät

Die Swank-Diät besteht im Wesentlichen in einer weitgehenden Reduzierung gesättigter Fettsäuren aus tierischen Produkten und dem Ersatz dieser Fette durch pflanzliche Öle und Lebertran. Zudem wird der regelmäßige Konsum von Fisch empfohlen.

Dr. Swank startete in den 50er Jahren eine Studie mit 150 Patienten, welche diese Diät bis zu 35 Jahren einhielten. Während die Schubrate vor Beginn der Diät bei 1x pro Jahr lag, sank sie bei konsequenter Einhaltung der Diät nach 5 Jahren auf 0,1 Schübe pro Jahr. Die positiven Ergebnisse bleiben allerdings zweifelhaft, da die Studie ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurde.

Fazit:

Grundsätzlich ein guter Ansatz. Die extrem fettarme Diät ist in der Praxis jedoch für viele  schwer umzusetzen. Zudem ist auf eine ausreichende Eiweißzufuhr zu achten.

Häufig auftretende Begleiterscheinungen bei Multipler Sklerose

Aufgrund der Schädigung von Nervenzellen und -funktionen können verschiedenste Begleiterscheinungen auftreten, die den Alltag beeinträchtigen:

Praktische Tipps zur Umsetzung bei MS

Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen wollen, tun sie dies in kleinen Schritten. Suchen Sie sich erst einmal die Tipps heraus, die für Sie am einfachsten umzusetzen sind.

Erwarten Sie keine Wunder und setzen sie sich die Latte nicht zu hoch!

Essen Sie möglichst ausgewogen und nutzen Sie so die Vielfältigkeit der Lebensmittel, um Ihrem Körper etwas Gutes zu tun.

Das Wichtigste aber: genießen Sie!

Wichtige Punkte für eine bedarfsdeckende Ernährung bei Multipler Sklerose. (PDF-Download)

Günstige Lebensmittelkombinationen. (PDF-Download)

Alternative Lebensmittelauswahl – Tausche X gegen Y

FAQs

Welche Öle sollte ich am besten verwenden?

Für Salat sind Lein-, Hanf-, Leindotter- oder Walnussöl zu empfehlen. Diese hochwertigen Öle sollten nicht erhitzt werden und eigenen sich daher sehr gut für kalte Speisen.

Zum Dünsten und Braten oder Backen Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl verwenden. Wobei Rapsöl unter den genannten das beste Fettsäuremuster aufweist.

Welche Zubereitungsarten sind zu bevorzugen, um möglichst viele wertvolle Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu erhalten?

Auf Ausbacken und Frittieren sollten Sie weitgehend verzichten.

Braten in etwas pflanzlichem Öl, dünsten oder grillen sind hingegen geeignete Zubereitungsarten. Außerdem sollte darauf geachtet werden, bei möglichst niedrigen Temperaturen zu garen und die Zubereitungszeit so kurz wie möglich zu halten, um die Nährstoffe, vor allem die Vitamine zu schonen.

Wenig Wurst – Welche Alternativen gibt es außer Fisch um den Körper ausreichend mit Eiweiß zu versorgen?

In der ovo-lacto-vegetabilen Kost stellen neben Milch, Milchprodukten und Käse, Sojaprodukte Hülsenfrüchte sowie Nüsse eine optimale Alternativen und sehr gute Eiweißquellen dar.

Ist Fisch überhaupt noch gesund, wenn er mit Antibiotika und Schadstoffen belastet ist?

Sowohl in der Fisch- als auch in der Viehzucht kommen Antibiotika zum Einsatz.

Beim Fisch überwiegen aber die gesundheitlichen Vorteile aufgrund des optimalen Fettmusters.

Wenn es Ihr Budget erlaubt, kaufen Sie Bio-Fisch. Hier gelten strengere Vorschriften hinsichtlich  Antibiotika- und Futtermitteleinsatz.

Was tun, wenn ich Fisch überhaupt nicht mag?

Wenn Sie generell keinen Fisch mögen, können Fischölkapseln eine Alternative darstellen, um genügend Omega-3 Fettsäuren aufzunehmen. Bitte besprechen Sie dies jedoch vorher unbedingt mit Ihrem/Ihrer Arzt/Ärztin – idealerweise auch mit einem/einer Diätologen/Diätologin.

Muss ich unbedingt Obst und Gemüse essen?

Gemüse und Obst sind wegen ihres hohen Anteils an Vitaminen und Mineralstoffen sowie aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung  ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung. Empfehlenswert ist es,  zumindest jene Sorten, die Sie gerne mögen, regelmäßig zu essen.

Sollte ich besser Margarine oder Butter verwenden?

Wenn Sie Butter in kleinen Mengen als Brotaufstrich verwenden,  stellt das kein vorrangiges Problem dar, da  damit  keine nennenswerten Mengen an Arachidonsäure zugeführt werden. Eine Umstellung auf Margarine wäre natürlich noch vorteilhafter. Sie sollten dabei jedoch darauf achten, welche Margarine Sie kaufen. Nicht jede Margarine wird aus rein pflanzlichen Fetten hergestellt, häufig werden dabei auch tierische Fette verwendet. Mit einem Blick auf die Zutatenliste lässt sich das aber sehr rasch herausfinden.

Darf ich weiterhin bedenkenlos Kaffee trinken?

Kaffee ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe und deren Wirkung häufig sehr umstritten. Es gilt natürlich zu bedenken, dass Kaffee ein Genussmittel ist, harntreibend wirkt und primär nicht zur Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs geeignet ist. Gegen den täglichen moderaten Kaffeekonsum von 2-3 Tassen ist jedoch nichts einzuwenden.

Muss ich meinen Zuckerkonsum einschränken?

Laut Empfehlung sollten nicht mehr als 10% der gesamten Tagesenergiemenge durch Zucker zugeführt werden. Geht man von einem Gesamtenergiebedarf von 2.000 kcal aus, wären das 200 kcal bzw. 50 g Zucker. Nicht viel, wenn man bedenkt, wie viel Zucker über die heute oft übliche Ernährung zugeführt wird. Versuchen Sie einmal bewusst darauf zu achten wie viel Zucker Sie über den Tag verteilt zu sich nehmen, dann wird sich auch zeigen, ob es für Sie ratsam wäre, den Zuckerkonsum etwas einzuschränken.

Darf ich Rauchen und Alkohol trinken?

MS-Betroffenen ist vom Rauchen dringend abzuraten. Denn Nikotin fördert wahrscheinlich nicht nur das Entstehen einer Multiplen Sklerose, sondern beeinflusst neuesten Studien zu Folge auch den Verlauf der MS ungünstig.

Zudem schwächt der Genuss von Tabak das Immunsystem und leistet damit dem allmählichen Fortschreiten der Krankheit Vorschub, indem es neue Schübe provoziert.

Beim Konsum alkoholischer Getränke geht es vor allem darum, es nicht zu übertreiben. Auf ein wenig Genuss mit Maß müssen Sie nicht verzichten, solange Sie das gut vertragen.

Allerdings tolerieren viele Menschen mit MS nicht mehr so viel Alkohol wie möglicherweise in früheren Zeiten. Ein Gläschen zu viel des Guten kann Beschwerden wie Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheiten beim Gehen, Sprachstörungen oder Einschränkungen des Sehvermögens verstärken.

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