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Bild vom Symbol des Internationalen Frauentags

Weltfrauentag 2026: Wir fordern mehr Aufmerksamkeit für Frauen*gesundheit und psychosoziale Unterstützung für Frauen mit MS

Österreich verfügt über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Dennoch zeigt sich: In der geschlechterspezifischen Forschung und medizinischen Versorgung gibt es weiterhin Aufholbedarf insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose.

MS betrifft Frauen etwa 3 Mal so häufig wie Männer. Diese Realität begegnet uns bei der MS-Gesellschaft Wien täglich in unserer Arbeit. Viele Frauen, die unsere Sozialberatung in Anspruch nehmen, tragen zusätzliche Belastungen: Sie übernehmen den Großteil der Sorgearbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und sind überdurchschnittlich oft von finanzieller Unsicherheit betroffen.

Wenn chronische Erkrankung und soziale Belastungen zusammenkommen, wird gezielte Unterstützung besonders wichtig. Unsere psychosozialen Angebote schaffen Orientierung, entlasten im Alltag und stärken Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Innerhalb unserer Organisation zeigt sich das Engagement von Frauen in sozialen Berufen ebenfalls besonders: Rund 80 Prozent unseres Teams sind Frauen, die Menschen mit MS und ihre Angehörigen täglich zuhören, begleiten und stärken.

Mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt für Frauen mit Behinderungen

Neben gesundheitlicher Unterstützung ist auch die berufliche Teilhabe entscheidend. Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen stehen am Arbeitsmarkt vor besonderen Herausforderungen: Sie sind oft mehrfach benachteiligt und werden in Statistiken nicht immer erfasst, zum Beispiel wenn sie Care-Arbeit leisten oder fehlende Unterstützung am Arbeitsplatz erleben.

„Im Arbeitsmarkt gehen viele Menschen mit Behinderungen, aber auch mit chronischen Krankheiten verloren – gerade Frauen“, betont Manuela Lanzinger, Vorstandsmitglied der MS-Gesellschaft Wien und der ÖMSG. Langfristige Strategien, inklusive Bildung, flexible Arbeitsmodelle und verlässliche Unterstützungssysteme sind für die Betroffenen, aber auch für Unternehmen und die Gesellschaft, entscheidend.

Für uns bei der MS-Gesellschaft Wien zeigt der Weltfrauentag einmal mehr: Frauengesundheit, soziale Sicherheit und gleichberechtigte Teilhabe gehören zusammen.

Zum Internationalen Frauentag fordern wir daher klar: Frauengesundheit braucht mehr Aufmerksamkeit, mehr geschlechtersensible Forschung und einen weiteren Ausbau psychosozialer Angebote, damit Frauen mit MS die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

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