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Schubtherapie

Schubtherapie2019-04-14T19:25:56+02:00

Schubtherapie

Bei einem Multiple Sklerose-Schub kommt es zum Auftreten von erstmaligen oder erneuten Symptomen, die länger als 24 Stunden anhalten.
Faktoren wie beispielweise ein fieberhafter Infekt können einen Schub vortäuschen (Pseudoschub).

Die akute Schubtherapie kann — je nach Schwere des Schubes — stationär oder ambulant erfolgen.

Der akute Schub wird in der Regel mit einer kurzzeitigen hochdosierten Kortisongabe behandelt. In den meisten MS-Zentren gilt die intravenöse Therapie mit 1 Gramm Methylprednisolon über drei bis fünf Tage als optimal. Danach wird das Kortison noch oral mit Tabletten über einige Tage ausgeschlichen.

Die Nebenwirkungen einer kurzzeitigen Therapie mit hochdosiertem Methylprednisolon sind moderat. Neben einer schlechten Magenverträglichkeit treten manchmal Stimmungsschwankungen, Unruhe, Schlafstörungen, ein metallischer Geschmack im Mund, vorübergehende Hautveränderungen („Kortisonakne“) und psychische Störungen auf. Insbesondere bei Menschen mit Diabetes mellitus kann es zu Blutzuckerentgleisungen kommen. Gefürchtete Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Abnahme der Knochendichte und Hautveränderungen („Kortinsonakne“ )treten nur im Rahmen einer Langzeittherapie auf.

Während der Kortisongabe wird ein Magenschutz eingenommen, bei Schlafstörungen kann kurzfristig ein gering dosiertes Schlafmittel eingenommen werden.