Physiotherapie auf Kassenkosten für ÖGK-Versicherte

Ein Rahmenvertrag sichert für Versicherte der Österreichischen Gesundheitskasse künftig die bundesweite, niederschwellig zugängliche Sachleistung im Bereich der Physiotherapie.

Physiotherapie-Raum mit Sprossenwand und Therapiebällen, Credit: Pixabay

Die Österreichische Gesundheitskasse hat sich mit dem Berufsverband Physio Austria auf einen Physiotherapie-Rahmenvertrag geeinigt. Dieser soll eine wohnortnahe, flächendeckende Versorgung auf Kassenkosten bringen.

Ab 2022 gibt es österreichweit 590 niedergelassene Physiotherapie-Planstellen, die auf einem österreichweiten Rahmenvertrag zwischen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Berufsverband Physio Austria basieren. Bislang gab es nur in fünf Bundesländern vertragliche Regelungen zwischen der ÖGK und niedergelassenen Physiotherapeutinnen und -therapeuten.

60 Euro pro Behandlungsstunde

Für freiberuflich tätige Physiotherapeutinnen und -therapeuten bietet der Rahmenvertrag eine Grundlage für den Abschluss von Einzelverträgen. Pro Behandlungsstunde wurde der Tarif einheitlich mit 60 Euro für alle Physiotherapeutinnen und -therapeuten mit eigener Praxis vereinbart. Hausbesuche werden – zusätzlich zur verrechenbaren Arbeitszeit – mit 30 Euro extra honoriert, zuzüglich amtlichem Kilometergeld. Für von Vertragsphysiotherapeutinnen und -therapeuten durchgeführte Therapien entfällt die Bewilligungspflicht.

Physikalische Institute, die im größeren Umfang Physiotherapie anbieten, sind vom neuen Rahmenvertrag nicht erfasst und bleiben in vollem Umfang bestehen.