Aktuelles zum Corona-Virus in Wien

Die Stadt Wien versucht, angesichts der Corona-Pandemie, bestmögliche Sicherheit für die Bevölkerung zu gewähren und ruft dazu auf, Amtswege soweit wie möglich online abzuwickeln und Besuche in den Bezirksämtern und anderen Dienststellen zu vermeiden. Der Wiener Krankenanstaltenverbund hat am 13. März 2020 ein restriktives Zutrittssystem zum Schutz seiner Spitäler und Pflegewohnhäuser angekündigt. Ein neues Video vermittelt Kindern einfache und klare Informationen zum Thema Corona.

Corona für Kinder leicht erklärt

Was ist Corona überhaupt und wieso sieht man es nicht? Warum ist kein Kontakt zu Oma und Opa möglich und warum ist Händewaschen so wichtig? Antworten auf all diese Fragen von Kindern gibt ab sofort neues Erklärvideo der Stadt Wien.

 

Sicherheitsmaßnahmen in Spitälern und Pflegewohnhäusern

Aufgrund der aktuellen COVID-Entwicklung hat der Wiener Krankenanstaltenverbund am 13. März 2020 umfassende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz seiner Spitäler und Pflegewohnhäuser angekündigt. Ziel der Maßnahmen ist es, das Auftreten von COVID-Infektionen in seinen Einrichtungen nach Möglichkeit zu verhindern. Entscheidend ist dabei ein restriktives Zutrittssystem.

Einlass nur mit persönlicher Authentifikation und Reduktion der Spitalsbesuche

In den KAV-Spitälern und Pflegewohnhäusern erhält nur noch Zutritt, wer sich mit seinen Personendaten ausweisen kann.

Generelles Ziel ist es, die Besuche in den Spitälern und Pflegeeinrichtungen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, bis die COVID-Epidemie eingegrenzt werden kann. Mit der Anzahl an Personen, welche die Gesundheitseinrichtungen betreten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit des Viruseintrags in das Herz unserer Gesundheitsinfrastruktur. Was für den gesamten öffentlichen Raum gilt, gilt für Gesundheitseinrichtungen ganz besonders. Es ist entscheidend, Menschenansammlungen nach Möglichkeit zu vermeiden und damit das Infektionsrisiko zu senken. Kranke und ältere Menschen sind einer besonderen Gefahr ausgesetzt und müssen daher ganz besonders geschützt werden.

Generell gilt ab sofort in allen Einrichtungen des KAV ein Besuchsverbot von volljährigen Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern. Besuche von minderjährigen Patientinnen und Patienten sind jeweils maximal einer Person gestattet. Begleitungen von Minderjährigen und betreuungsbedürftigen Personen sind ebenfalls erlaubt und maximal einer Person gestattet.

In Ausnahmefällen sind einzelne Besucherinnen bzw. Besucher (max. 1 Besucher/Tag) auch für volljährige Patientinnen und Patienten gestattet. Dazu zählen Besuche bei Müttern mit Neugeborenen. Sie sind maximal einer Person am Tag gestattet. Auch Patientinnen und Patienten mit einer langen Aufenthaltsdauer (>7 Tage) dürfen vereinzelt von maximal einer Person am Tag besucht werden. Ebenfalls ausgenommen sind Patientinnen und Patienten und sowie Bewohnerinnen und Bewohner in einer kritischen Lebensphase. Aber auch hier gilt, dass 1 bis maximal 2 Besucherinnen und Besucher am Tag Zutritt erhalten.

„Menschen nach einer OP, einer Geburt oder mit einer schweren Erkrankung müssen geschützt werden. Sie gehören genauso zur vulnerablen Gruppe, wie ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen“ so Dr. Michaela Riegler-Keil, Ärztliche Direktorin des Kaiser-Franz-Josef Spitals. „Wir wissen, dass dies drastische Maßnahmen sind. Aber nur so können wir den notwendigen Schutz bieten. Wir bitten daher alle unsere Patientinnen und Patienten sowie Ihre Angehörigen um ihre Mithilfe“.

Klinische Checks an gesicherten Eingängen

Analog zu den Security-Checks an Flughäfen wird der Zugang zu unseren Spitälern und Pflegewohnhäusern ab sofort auf einen zentralen Sammelpunkt vor den Gebäuden konzentriert. Dies wird in Abhängigkeit den baulichen Voraussetzungen der einzelnen Standorte technisch unterschiedlich umgesetzt. Ärztinnen und Ärzte des Ärztlichen Funkdienstes führen einen klinischen Check durch, auf Basis dessen über die Zutrittserlaubnis entschieden wird.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weisen sich aus, werden registriert und melden ihren Gesundheitszustand. Sind sie gesund, erhalten sie Zutritt.

Patientinnen und Patienten weisen sich aus, werden mittels kontaktlosem Fiebermessen sowie einer Anamnese klinisch begutachtet, werden registriert und erhalten eine Zutrittserlaubnis, wenn kein COVID-Verdacht vorliegt. Liegt ein COVID-Verdacht vor, entscheidet die stationäre Aufnahmenotwendigkeit über den Zutritt ins Krankenhaus.

Besucherinnen und Besucher werden nur zugelassen, wenn sie den geltenden Ausnahmeregelungen entsprechen und über eine Zutrittsgenehmigung verfügen. Sie weisen sich aus, werden mittels kontaktlosem Fiebermessen sowie einer Anamnese klinisch begutachtet, werden registriert und erhalten eine Zutrittserlaubnis, wenn kein COVID-Verdacht vorliegt. Mittels Leitsystemen und Informationsmaterialien werden alle BesucherInnen vor Ort entsprechend informiert. An den Zugängen zu den KAV-Einrichtungen werden keine PCR-Tests zur Abklärung von COVID-Infektionen durchgeführt.

Umsetzungszeitplan (Stand 15. März 2020)

Je nach Standort ist die Umsetzung der Zutrittssysteme mehr oder minder herausfordernd. In allen KAV-Einrichtungen laufen seit den entsprechenden Beschlüssen von dieser Woche die Umsetzungsarbeiten.

  • Sonntag, 15. März 2020: Kaiser-Franz-Josef Spital, Krankenhaus Nord, AKH
  • Montag, 16. März 2020: Donauspital, Krankenhaus Hietzing, Rudolfstiftung
  • Dienstag, 17. März 2020: Wilhelminenspital
  • Mittwoch, 18. März 2020: Otto-Wagner-Spital

Amtswege möglichst online erledigen

Die Stadt Wien ruft dazu auf, Amtswege soweit wie möglich online abzuwickeln und Besuche in den Bezirksämtern und anderen Dienststellen, sofern nicht unbedingt notwendig, zu meiden. Das Online-Portal der Stadt Wien (www.wien.gv.at) bietet in seinem „Virtuellen Amt“ alle Voraussetzungen dafür. Sind die Amtswege nicht dringend, sollten diese überhaupt bis auf weiteres verschoben werden.

Existenzsichernde Anträge, wie z.B. Mindestsicherung, können jedenfalls weiterhin direkt am Amt abgewickelt werden. Anliegen, die das Fundwesen (z.B. Verlust der Bankomatkarte, oder wichtiger Dokumente, etc.) oder das Meldewesen betreffen, werden ebenfalls direkt am Amt bearbeitet. Sollte eine Außenstelle geschlossen werden müssen, wird die Bevölkerung umgehend per Aushang vor Ort und über das Online-Portal der Stadt Wien darüber informiert.

Wesentlich ist, dass der Bereich der Basisversorgung funktioniert und vorbereitet ist, dazu zählen die Wiener Spitäler und Einsatzkräfte, Müllabfuhr, Öffis, Wasser-, Gas- und Stromversorgung, etc. Das Personal der Wiener Spitäler und die Einsatzkräfte sind seit Wochen rund um die Uhr verstärkt im Einsatz. Selbstverständlich fahren alle Wiener Öffis auch weiterhin, um die Menschen zu ihrem Arbeitsplatz oder von A nach B zu befördern. Auch die Trinkwasserversorgung bleibt auf dem bisherigen hohen Niveau: Alle Wienerinnen und Wiener können sich auf die Wasserversorgung mit Quellwasser aus den Alpen verlassen. Auch die Energieversorgung funktioniert reibungslos.

Kindergärten, Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neue Mittelschulen (NMS) bleiben für Eltern mit wirklich dringendem Betreuungsbedarf geöffnet.

Kurzparkzonen aufgehoben

Wien hebt für die Dauer der Coronavirus-Ausnahmesituation die Kurzparkzonen auf. Ab 18. März stehen 10.000 Garagenplätze für einen Tagestarif zu jeweils 5,00 EUR bereit. Am Ende der Woche sollen es 30.000 Plätze sein.

Die Stadt Wien hebt die bestehende Kurzparkzonen-Regelung zeitlich begrenzt auf. Gebühren in Form von ausgefüllten Parkscheinen, Parkuhren oder digitale Zahlungen via Apps müssen somit ab Dienstag, 17. März 2020, in den bisherigen Kurzparkzonen nicht entrichtet werden. Parken ohne Parkschein ist damit erlaubt. Auch die maximale Abstellzeit muss von Betroffenen nicht beachtet werden.

Anrainer- und Behindertenparkplätze sowie Ladezonen, Halte- und Parkverbote und andere Regelungen rund um das Abstellen von Autos gelten aber weiterhin. Mit dieser Maßnahme will die Stadt Wien große Menschenansammlungen in den Öffis und damit die Ansteckungsgefahr weiter reduzieren.

Günstige Garagenplätze

Bereits ab Mittwoch werden in Kooperation mit den Garagenbetreibern 10.000 Garagenplätze für einen günstigen Tagestarif zu jeweils fünf Euro bereitstehen. Bis zum Ende der Woche sollen insgesamt rund 30.000 vergünstigte Stellplätze in Garagen zur Verfügung stehen.

Info-Seite der Stadt Wien zum Corona-Virus

Quellen: Wiener Krankenanstaltenverbund , Magistratsdirektion, Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien