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Intervalltherapie

Intervalltherapie 2017-10-26T19:26:38+00:00

Intervalltherapie

Auch wenn sich die Beschwerden eines Schubes vollständig zurückbilden, im Nervensystem bleibt eine Narbe zurück, oft auch mehrere. Um dies schon im Vorfeld zu verhindern, bemüht man sich seit Jahr zehnten, Medikamente zu finden, die das Immunsystem so verändern, dass Entzündungen im Gehirn erst gar nicht entstehen. Diese Versuche sind in den letzten Jahren immer erfolgreicher geworden, sodass mittlerweile eine Vielzahl von Medikamenten mit unterschiedlichem Wirkmechanismen, Wirkstärke aber auch unterschiedlichen Anwendungsformen und Nebenwirkungen zur Verfügung stehen.

Mit steigender Zahl an zur Verfügung stehenden Therapien wird allerdings die Auswahl eines bestimmten Medikamentes für eine individuelle Patientin schwieriger. In Zukunft wird es daher wichtig sein, Methoden zu entwickeln, die eine Vorhersage über die Wirkung aber auch das Risiko von Nebenwirkungen bei einer individuellen Patientin ermöglichen, um so eine optimale Auswahl treffen zu können.

Allgemein akzeptiert ist mittlerweile dagegen die Meinung, dass jede Immuntherapie umso besser wirkt, je früher im Verlauf der Erkrankung mit ihr gestartet wird. So haben zahlreiche Studien mit Interferon-beta und  Glatirameracetat zeigen können, dass bei einem um nur 2 Jahre ver späteten Beginn mit einer solchen Therapie auch noch nach vielen Jah ren ein Nachteil für diese Patienten nachweisbar war.
Ein grundsätzliches Problem, das die Patientinnen oft an der Sinnhaftigkeit einer solchen Behandlung zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass ein therapeutischer Effekt für die individuelle Patientin meist nicht spürbar ist. Während man z.B. bei einem Medikament gegen Kopfschmerzen sehr rasch selbst merkt, ob es hilft oder nicht, ist dies bei einer immunmodulatorischen Therapie nicht möglich. Falls bereits Beschwerden von Seiten der MS bestehen, erfahren diese durch die Therapie keine Bes serung. Die Wirkung einer solchen Behandlung ist also bestenfalls eine vorbeugende, d.h. es sollen zukünftige Schübe und damit Behinderung vermieden werden. Ob, und wenn ja in welcher Zahl, Schübe auftreten werden, kann für die einzelne Patientin allerdings nicht vorhergesagt werden. Wenn überhaupt, merken Patientinnen am Beginn der Therapie also bestenfalls mögliche Neben wirkungen, ein weiterer Grund, einer solchen Therapie gegenüber skeptisch zu sein.

Die sogenannten Basistherapien

Darunter versteht man Substanzen, die aufgrund eines günstigen Nebenwirkungsprofiles bereits am Beginn der Erkrankung eingesetzt werden. Bis 2012 war dieser Begriff für Interferon-beta Präparate sowie Glatirameracetat reserviert. Doch dann wurden von der Europäischen Zulassungsbehörde weitere Präparate wie Terifliunomid und Dimethylfumarsäureester in diese Gruppe aufgenommen.

Auszug aus dem MS-Lesebuch.

In diesem finden Sie weitere Informationen zur Intervalltherapie und zu folgenden Therapiemöglichkeiten und deren Nebenwirkungen:

  • Interferon-beta 1b
  • Interferon-beta 1a
  • Pegyliertes Interferon-beta 1a
  • Nebenwirkungen der Interferon-beta-Präparate
  • Neutralisierende Antikörper bei Interferon-beta-Präparaten
  • Glatirameracetat
  • Teriflunomid
  • Dimethylfumarsäureester

Multiple Sklerose – ein Lesebuch

Ao. Univ.-Prof. Dr. Fritz Leutmezer hat bereits die 3. Auflage seiner praxisnah verfassten Lektüre „Multiple Sklerose – ein Lesebuch“ herausgebracht.

Der Inhalt des Buches spannt einen Bogen über alle wesentlichen Themen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose. Die Leserinnen und Leser erfahren von der Geschichte der „Erkrankung ohne Namen“, über die vor mehr als 700 Jahren das erste Mal berichtet wurde, ebenso viel wie auch über die Entstehung und Behandlung von MS.

Das Besondere an diesem Buch sind aber zweifellos die zahlreichen Interviews mit Betroffenen, die in Form von Statements im ganzen Buch zu finden sind. Ebenso kommen behandelnde Neurologen zu Wort, die einen spannenden Einblick in die Frage „Wie gehen Ärzte mit der Erkrankung um?“ erlauben.  Auch das Team der MS-Gesellschaft Wien durfte zu den Kapiteln „Alles was Recht ist“ und „Chaos in der Seele“ einen Beitrag leisten.

Das MS-Lesebuch ist gegen eine Spende (ab 20,00 Euro) zzgl. Versandkosten (3,00 Euro) bei der MS-Gesellschaft Wien erhältlich.

Bestellungen werden gerne unter der E-Mail-Adresse office@msges.at oder der kostenfreien Telefonnummer 0800 311 340 entgegen genommen.

Der Versand erfolgt nach Zahlungseingang.

IBAN: AT211100000263298200
BIC: BKAUATWW

Bei Online-Banking bitte unbedingt Name, Postadresse und Verwendungszweck „MS-Lesebuch“ angeben!

Das MS-Lesebuch von Univ.-Prof. Dr. Fritz Leutmezer spannt einen Bogen über alle wesentlichen Themen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose.