Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Pflegegeld

Pflegegeld 2017-10-12T15:47:50+00:00

Pflegegeld

Allgemeines

Das Pflegegeld stellt eine zweckgebundene Leistung zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen dar. Da die tatsächlichen Kosten für die Pflege das gebührende Pflegegeld in den meisten Fällen übersteigen, kann das Pflegegeld nur als pauschalierter Beitrag zu den Kosten der erforderlichen Pflege verstanden werden. Es ermöglicht den pflegebedürftigen Menschen eine gewisse Unabhängigkeit und einen (längeren) Verbleib in der gewohnten Umgebung (zu Hause).

Der Bezug von Pflegegeld ist an eine körperliche oder geistige Behinderung und die damit verbundene Hilfeleistung einer Betreuungsperson bei alltäglichen Handlungen (den sogenannten „Activities of Daily Life“) gebunden. Für die Beurteilung, ob Pflegegeld zusteht, ist also ausschlaggebend, wie viel Hilfe jemand im Alltag benötigt, z.B. beim Kochen, Einkaufen, An- und Auskleiden etc. Ob Hilfsbedürftigkeit vorliegt, wird im Rahmen einer Untersuchung durch eine medizinisch sachkundige Person beurteilt, die sich an den gesetzlich festgelegten Kriterien für Pflegebedürftigkeit orientieren muss.

Antrag

Der Antrag auf Pflegegeld ist bei jener Einrichtung zu stellen, bei welcher Sie auch pensionsversichert sind. Seit 1.1.2012 sind auch Personen, die bisher Landespflegegeld bezogen haben (z.B. Bezieherinnen und Bezieher einer Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung) in das Bundespflegegeldgesetz eingebunden und müssen den Antrag auf Pflegegeld bei der PVA stellen.

Hier finden Sie das Antragsformular der PVA.

Klage

Die Einstufung in eine bestimmte Pflegegeldstufe hat anhand der gesetzlich definierten Skala zu erfolgen und kann gerichtlich beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht eingeklagt werden. Wenn Sie gegen eine Ablehnung oder zu niedrige Einstufung des Pflegegeldes Klage erheben möchten, ist dies auch ohne Anwalt möglich, da es sich in der 1. Instanz um eine Laienverhandlung handelt. Die Kosten für das Verfahren trägt auf jeden Fall die beklagte Partei (Pensionsversicherung). Es sind aber dennoch gewisse Formvorschriften beim Einreichen der Klage zu beachten.

Nähere Informationen zur Einbringung einer Klage und Informationen über das für Sie zuständige Gericht finden Sie hier.

TIPP: Pflegegeld zählt, da es eine Art Entschädigungsleistung für eine körperliche Einschränkung darstellt, nicht zum Einkommen und wirkt sich somit nicht auf die Einkommensgrenzen für Beihilfen und Begünstigungen aus.

Die aktuelle Höhe der finanziellen Leistung in allen Pflegestufen finden Sie hier.

Nähere Informationen rund ums Pflegegeld (Antragstellung, Voraussetzungen, Zuständigkeiten, etc.) finden Sie auch hier.