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Fragen zur Ernährung bei MS

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Fragen zur Ernährung bei MS 2018-03-13T10:23:49+00:00

Häufige Fragen zur Ernährung bei MS

Foto: cattalin, PixabayWelche Öle sollte ich am besten verwenden?

Für Salat sind Lein-, Hanf-, Leindotter- oder Walnussöl zu empfehlen. Diese hochwertigen Öle sollten nicht erhitzt werden und eigenen sich daher sehr gut für kalte Speisen.

Zum Dünsten und Braten oder Backen Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl verwenden. Wobei Rapsöl unter den genannten das beste Fettsäuremuster aufweist.

Welche Zubereitungsarten sind zu bevorzugen, um möglichst viele wertvolle Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu erhalten?

Auf Ausbacken und Frittieren sollten Sie weitgehend verzichten.

Braten in etwas pflanzlichem Öl, dünsten oder grillen sind hingegen geeignete Zubereitungsarten. Außerdem sollte darauf geachtet werden, bei möglichst niedrigen Temperaturen zu garen und die Zubereitungszeit so kurz wie möglich zu halten, um die Nährstoffe, vor allem die Vitamine zu schonen.

Wenig Wurst: Welche Alternativen gibt es außer Fisch, um den Körper ausreichend mit Eiweiß zu versorgen?

In der ovo-lacto-vegetabilen Kost stellen neben Milch, Milchprodukten und Käse, Sojaprodukte Hülsenfrüchte sowie Nüsse eine optimale Alternativen und sehr gute Eiweißquellen dar.

Ist Fisch überhaupt noch gesund, wenn er mit Antibiotika und Schadstoffen belastet ist?

Sowohl in der Fisch- als auch in der Viehzucht kommen Antibiotika zum Einsatz.

Beim Fisch überwiegen aber die gesundheitlichen Vorteile aufgrund des optimalen Fettmusters.

Wenn es Ihr Budget erlaubt, kaufen Sie Bio-Fisch. Hier gelten strengere Vorschriften hinsichtlich  Antibiotika- und Futtermitteleinsatz.

Was tun, wenn ich Fisch überhaupt nicht mag?

Wenn Sie generell keinen Fisch mögen, können Fischölkapseln eine Alternative darstellen, um genügend Omega-3 Fettsäuren aufzunehmen. Bitte besprechen Sie dies jedoch vorher unbedingt mit Ihrem/Ihrer Arzt/Ärztin – idealerweise auch mit einem/einer Diätologen/Diätologin.

Muss ich unbedingt Obst und Gemüse essen?

Gemüse und Obst sind wegen ihres hohen Anteils an Vitaminen und Mineralstoffen sowie aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung  ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung. Empfehlenswert ist es,  zumindest jene Sorten, die Sie gerne mögen, regelmäßig zu essen.

Sollte ich besser Margarine oder Butter verwenden?

Wenn Sie Butter in kleinen Mengen als Brotaufstrich verwenden,  stellt das kein vorrangiges Problem dar, da  damit  keine nennenswerten Mengen an Arachidonsäure zugeführt werden. Eine Umstellung auf Margarine wäre natürlich noch vorteilhafter. Sie sollten dabei jedoch darauf achten, welche Margarine Sie kaufen. Nicht jede Margarine wird aus rein pflanzlichen Fetten hergestellt, häufig werden dabei auch tierische Fette verwendet. Mit einem Blick auf die Zutatenliste lässt sich das aber sehr rasch herausfinden.

Darf ich weiterhin bedenkenlos Kaffee trinken?

Kaffee ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe und deren Wirkung häufig sehr umstritten. Es gilt natürlich zu bedenken, dass Kaffee ein Genussmittel ist, harntreibend wirkt und primär nicht zur Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs geeignet ist. Gegen den täglichen moderaten Kaffeekonsum von 2-3 Tassen ist jedoch nichts einzuwenden.

Muss ich meinen Zuckerkonsum einschränken?

Laut Empfehlung sollten nicht mehr als 10% der gesamten Tagesenergiemenge durch Zucker zugeführt werden. Geht man von einem Gesamtenergiebedarf von 2.000 kcal aus, wären das 200 kcal bzw. 50 g Zucker. Nicht viel, wenn man bedenkt, wie viel Zucker über die heute oft übliche Ernährung zugeführt wird. Versuchen Sie einmal bewusst darauf zu achten wie viel Zucker Sie über den Tag verteilt zu sich nehmen, dann wird sich auch zeigen, ob es für Sie ratsam wäre, den Zuckerkonsum etwas einzuschränken.

Darf ich rauchen und Alkohol trinken?

MS-Betroffenen ist vom Rauchen dringend abzuraten. Denn Nikotin fördert wahrscheinlich nicht nur das Entstehen einer Multiplen Sklerose, sondern beeinflusst neuesten Studien zu Folge auch den Verlauf der MS ungünstig.

Zudem schwächt der Genuss von Tabak das Immunsystem und leistet damit dem allmählichen Fortschreiten der Krankheit Vorschub, indem es neue Schübe provoziert.

Beim Konsum alkoholischer Getränke geht es vor allem darum, es nicht zu übertreiben. Auf ein wenig Genuss mit Maß müssen Sie nicht verzichten, solange Sie das gut vertragen.

Allerdings tolerieren viele Menschen mit MS nicht mehr so viel Alkohol wie möglicherweise in früheren Zeiten. Ein Gläschen zu viel des Guten kann Beschwerden wie Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheiten beim Gehen, Sprachstörungen oder Einschränkungen des Sehvermögens verstärken.