Alternativer Nobelpreis für Inklusions-Expertin

Die äthiopische Menschenrechtsaktivistin und Expertin für Inklusion von Menschen mit Behinderung Yetnebersh Nigusse wird für ihr Engagement mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Die in Äthiopien geborene und im Alter von fünf Jahren erblindete Juristin Yetnebersh Nigusse setzt sich als Mitarbeiterin von „Licht für die Welt“ für inklusive Bildung und Rahmenbedingung für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung in Ländern des globalen Südens ein. Für ihr Engagement wird die Inklusionsexpertin am 1. Dezember 2017 im schwedischen Parlament in Stockholm mit dem Right Livelihood Award, dem sogenannten „alternativen Nobelpreis“, ausgezeichnet. Die Mutter zweier Töchter erklärte, dass die Verleihung des Preises ganz stark zeige, dass Frauen mit Behinderungen aktiv zu Veränderungen in Entwicklung und Hilfe beitragen würden.

Right Livelihood Award

Der 1980 von Jakob von Uexküll gegründete Right Livelihood Award ehrt mutige Menschen und Organisationen, die visionäre und beispielhafte Lösungen für globale Probleme entwickeln. Das Preisgeld des „Alternativen Nobelpreises“ beträgt EUR 315.000,00. Der Betrag wird von allen Preisträgern geteilt, darf nicht für private Zwecke verwendet werden und ist für die laufende erfolgreiche Arbeit der Gewinnerinnen und Gewinner einzusetzen. Die Zeremonie findet am 1. Dezember in Stockholm statt.

Inklusion und die gleichberechtigte Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung

„Es ist eine riesige Ehre für mich, den hoch angesehenen Right Livelihood Award zu erhalten. Das ist ein so starkes Signal und schafft Antrieb für alle, die sich für Inklusion und die gleichberechtigte Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des Lebens einsetzen. Mit tiefer Überzeugung widme ich diesen Preis all jenen Menschen, die nicht dieselben Chancen haben wie andere.“
Yetnebersh Nigusse

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Kerstin Huber-Eibl, Quelle: Right Livelihood Award Foundation, Foto: Licht für die Welt